Aus sportlicher Sicht war der Gourmet Marathon Saarbrücken für mich ein Flop. Ich war mit meinem Lauf nicht zufrieden!!!
Meine Trainingsvorbereitung und Marschroute war auf 3:29 h ausgelegt. Schon in den zehn Vorbereitungswochen merkte ich, dass mein Training nicht optimal verlief. Ich konnte die Vorgaben meiner Testwettkämpfe und Testläufe nur - gerade mal so - erreichen. Anders gesagt ... es fiel mir schwer.
Die erste Hälfte vom Gourmet Marathon ging noch ganz gut und ich lag mit 1:43 h genau in meinem Marschplan. Aber schon in der dritten von vier Runden merkte ich, dass ich Probleme bekomme. Meine linke Wade fing an zu schmerzen und diese Schmerzen wurden im Verlauf des Wettkampfs immer schlimmer. In der vierten Runde gönnte ich mir eine lange Gehpause. Im Nachhinein betrachtet war das ein großer Fehler. Ich hatte große Schwierigkeiten, wieder weiter zu laufen. Die Muskulatur war kalt und wollte mir den Dienst quittieren. Aber die letzten sechs Kilometer wollte ich nicht komplett gehen und aufgeben? Nein, das wollte ich auch nicht!
Also Augen zu und durch. Nach ein paar Minuten Bewegung ging es wieder ... nicht gut, aber ich lief wieder. Meine Endzeit von 4:10 Stunden fand ich nicht prickelnd, aber was soll's!
Dieser Tag hatte aber auch seine schönen Zeiten!!! Glückwunsch an Anke (Gesamtsieg Frauen), an Christoph (Sieg in der Altersklasse), Holger (persönliche Bestzeit HM) und Marion (erster HM nach ihrer Knie-OP). Überhaupt war es schön, wieder einmal mit ein paar LT Kollegen an den Start zu gehen. Außerdem war die Veranstaltung "Gourmet Marathon" ein Topp-Event. Super Wetter, tolle Organisation und eine schöne Laufstrecke.
Mein Fazit zum Gourmet Marathon Saarbrücken: eine schöne Veranstaltung, die in den nächsten Jahren bestimmt noch wächst und einen Platz unter den guten Stadt-Marathons verdient.
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Sonntag, 19. September 2010
Sonntag, 25. Juli 2010
Römerman Ladenburg
Noch nie hatte ich es geschafft, an diesem Triathlon über die olympische Distanz (1,8 km Schwimmen / 41 km Rad und 10 km Laufen) teilzunehmen. Ich war schon mehrmals für diesen Wettkampf gemeldet, aber bis jetzt war es immer so, dass ich entweder krank war oder mir mein Langdistanz-Wettkampf noch so in den Knochen steckte, dass ich am "Römerman" nicht teilnehmen wollte.
Dieses Jahr war das anders. Drei Wochen nach meinem IronMan fühlte ich mich gut erholt und wollte unbedingt an diesem Rennen teilnehmen. Leider hatte ich in diesem Jahr keinen Startplatz :-(
Ein Startplatz bei Römerman ist begehrt und so ist der Wettkampf meist sehr früh ausgebucht. Aber ein Bekannter aus meinem Triathlonverein war so nett und gab mir seinen Startplatz. Ummelden kann man leider nicht, also startete ich unter seinem Namen.
Geschwommen wurde wie immer im Neckar. Mir einem Passagierschiff wird man flussaufwärts zur Startlinie gebracht, springt dort vom Schiff und schwimmt die 1,8 km mit dem Strom nach Ladenburg zum Schwimmausstieg. In diesem Jahr war die Strömung sehr gut und ich war ganz erstaunt, dass ich mit knapp über 18 Minuten Schwimmzeit das Wasser verlassen konnte. Damit war die Zeit mindestens 2 min. schneller, als ich sie erwartet hatte.
Nun schnell aufs Rad, um den Ritt über den "weißen Stein" mitzumachen. Die Triathleten haben vor dem ersten Anstieg in Dossenheim den meisten Respekt. Ich war diese "Rampe" in diesem Jahr auch zum ersten Mal gefahren und muss sagen, dass dieses Teilstück - der Ladenburger Fahrradstrecke - mit der schwerste Anstieg ist, den ich aus einem Triathlon kenne! Nach diesem Stich geht es noch einmal ein Stück bergab und dann beginnt der eigentliche Anstieg zum weißen Stein. Dieser Anstieg zieht sich sehr und es geht ungefähr eine halbe Stunde nur bergauf. Oben angekommen fährt man eine längere flache Passage durch den Wald und kommt am Parkplatz "Weißer Stein" aus. Von hier geht es hinunter auf eine lange schnelle Abfahrt, vorbei an Wilhelmsfeld in Richtung Altenbach. Vor Altenbach beginnt noch einmal ein Anstieg, der über die Ursenbacher Höhe führt. Dieses Teilstück der Strecke kenne ich ganz gut und es fällt mir leicht. Nach der Ursenbacher Höhe beginnt wieder eine schnelle Abfahrt bis nach Großsachen. Von hier geht es - etwas verwinkelt durch die Ortschaften - nach Leutershausen und über ein paar Feldwege zurück nach Ladenburg. Diese 41 Kilometer konnte ich in 86 Minuten bewältigen. Die Zeit fand ich ganz gut. Ich war die Strecke am Montag auch schon mal im Wettkampftempo abgefahren und benötigte zirka 4 Minuten mehr.
Jetzt wieder zum Rennen! Der zweite Wechsel vom Fahrrad auf die Laufstrecke erfolgte im Ladenburger Sportstadion. Hier war die Stimmung echt gut und ich machte mich sofort auf die Laufstrecke (2 Runden mit je 5 km). Hier wurde ich noch von zwei Trainingskollegen vom Triathlonverein überholt (zwei hatten mich schon auf der Radstrecke gestellt). Aber für mich war das Rennen in Ordnung. Mit einer Laufzeit von 46:25 Minuten kam ich mit einer Gesamtzeit von 2:31:25 Stunden ins Ziel. Geplant hatte ich ursprünglich mit einer Endzeit von 2:45:00 Std.
Dieses Jahr war das anders. Drei Wochen nach meinem IronMan fühlte ich mich gut erholt und wollte unbedingt an diesem Rennen teilnehmen. Leider hatte ich in diesem Jahr keinen Startplatz :-(
Ein Startplatz bei Römerman ist begehrt und so ist der Wettkampf meist sehr früh ausgebucht. Aber ein Bekannter aus meinem Triathlonverein war so nett und gab mir seinen Startplatz. Ummelden kann man leider nicht, also startete ich unter seinem Namen.
Geschwommen wurde wie immer im Neckar. Mir einem Passagierschiff wird man flussaufwärts zur Startlinie gebracht, springt dort vom Schiff und schwimmt die 1,8 km mit dem Strom nach Ladenburg zum Schwimmausstieg. In diesem Jahr war die Strömung sehr gut und ich war ganz erstaunt, dass ich mit knapp über 18 Minuten Schwimmzeit das Wasser verlassen konnte. Damit war die Zeit mindestens 2 min. schneller, als ich sie erwartet hatte.
Nun schnell aufs Rad, um den Ritt über den "weißen Stein" mitzumachen. Die Triathleten haben vor dem ersten Anstieg in Dossenheim den meisten Respekt. Ich war diese "Rampe" in diesem Jahr auch zum ersten Mal gefahren und muss sagen, dass dieses Teilstück - der Ladenburger Fahrradstrecke - mit der schwerste Anstieg ist, den ich aus einem Triathlon kenne! Nach diesem Stich geht es noch einmal ein Stück bergab und dann beginnt der eigentliche Anstieg zum weißen Stein. Dieser Anstieg zieht sich sehr und es geht ungefähr eine halbe Stunde nur bergauf. Oben angekommen fährt man eine längere flache Passage durch den Wald und kommt am Parkplatz "Weißer Stein" aus. Von hier geht es hinunter auf eine lange schnelle Abfahrt, vorbei an Wilhelmsfeld in Richtung Altenbach. Vor Altenbach beginnt noch einmal ein Anstieg, der über die Ursenbacher Höhe führt. Dieses Teilstück der Strecke kenne ich ganz gut und es fällt mir leicht. Nach der Ursenbacher Höhe beginnt wieder eine schnelle Abfahrt bis nach Großsachen. Von hier geht es - etwas verwinkelt durch die Ortschaften - nach Leutershausen und über ein paar Feldwege zurück nach Ladenburg. Diese 41 Kilometer konnte ich in 86 Minuten bewältigen. Die Zeit fand ich ganz gut. Ich war die Strecke am Montag auch schon mal im Wettkampftempo abgefahren und benötigte zirka 4 Minuten mehr.
Jetzt wieder zum Rennen! Der zweite Wechsel vom Fahrrad auf die Laufstrecke erfolgte im Ladenburger Sportstadion. Hier war die Stimmung echt gut und ich machte mich sofort auf die Laufstrecke (2 Runden mit je 5 km). Hier wurde ich noch von zwei Trainingskollegen vom Triathlonverein überholt (zwei hatten mich schon auf der Radstrecke gestellt). Aber für mich war das Rennen in Ordnung. Mit einer Laufzeit von 46:25 Minuten kam ich mit einer Gesamtzeit von 2:31:25 Stunden ins Ziel. Geplant hatte ich ursprünglich mit einer Endzeit von 2:45:00 Std.
Montag, 5. Juli 2010
Mein siebter – und vorerst letzter – IronMan Frankfurt
Nachdem ich im Juli 2002 in Hof (Bayern) meinen ersten Sprint-Wettkampf bestritten hatte und in den folgenden 2 Jahren an vier olympischen Distanzen teilgenommen hatte, fühlte ich mich im Juli 2004 für meine erste Langdistanz bereit. Was lag näher, als direkt vor der Haustüre beim IronMan Frankfurt zu starten. Aus diesem einen Versuch sind mittlerweile sieben Starts in Folge geworden (je ein IM in sieben aufeinanderfolgenden Jahren). Jeder Start hatte seine eigene Geschichte über Leid und Freud und ich hätte jedem Wettkamp seine eigene Überschrift geben können.
So auch für den Wettkampf von gestern. Meine Überschrift für den gestrigen Tag würde "Es sollte nicht sein!" lauten!
Es sollte nicht sein, weil ich wieder einmal mein mir selbst gestecktes Ziel nicht erreichen konnte. Den minimalen Anspruch, den ich an mich hatte, war eine neue Bestzeit (also unter 10:54:55 Std.), aber geliebäugelt hatte ich mit einer Endzeit um die zehneinhalb Stunden. Aus meiner Sicht waren mein Trainingsplan und meine Marschroute für die geplante Zeit gut. Aber an diesem Wochenende hatte ich mit Faktoren zu kämpfen, die mir Plan A und B zerstörten.
Durch das warme Wetter der letzten Tage hatte sich der Langener Waldsee so stark erwärmt, dass das Tragen von einem Neoprenanzug verboten wurde. Diese Endscheidung kostete mich die ersten 8-10 Minuten. Die Radstrecke wurde - durch eine Umleitung in Bad Vilbel (Baustelle) - von 180 auf 185 km verlängert. Diese 5 Kilometer zusätzlich zu radeln, schlug mit einem Zeitzuschlag von 9-10 Min. zu Buche. Und zu allem Überfluss hat mir eine eifrige Kampfrichterin am Anstieg zum Hühnerberg eine Zeitstrafe von 6 Minuten verpasst. Diese Erfahrung hatte ich in meiner Triathlonlaufbahn noch nie gemacht. Die Strafe musst du sehr zeitnah in der "Penalty Box" direkt an der Strecke absitzen. Das ist ganz schwer für den Kopf. Du kannst dabei zuschauen, wie ein Konkurrent nach dem anderen an dir vorbei fährt. Und diese ungewünschte Zwangspause nach der ersten Hälfte vom Wettkampf zu vergessen und wieder ins Rennen zu finden ist auch nicht leicht. Alles in allem hatte ich zirka 25 Minuten auf der Strecke verloren.
Jetzt habe ich genug lamentiert! Dieser lange Tag hatte auch wieder seine schönen Seiten und Momente. Das Wetter war besser als erwartet. Nachdem es in den letzten Tagen noch um die 35° C heiß war, war es bei leicht bedecktem Himmel knapp unter 30° C wesentlich angenehmer. Auch die Stimmung durch die zahlreichen Zuschauer und die gute Organisation beim Wettkampf war wie gewohnt "super". Für mich persönlich sind immer die Freunde und Bekannten an der Strecke ganz wichtig. Ich habe immer wieder Abwechslung und freue mich, wenn ich die netten Gesichter sehe, die mich mit ein paar aufmunternden Worten weiter voran treiben. Allen voran mein Schatz Marion. Sie hat mich den langen Tag von 4 Uhr morgens bis 10 Uhr abends bei meinem langen "Arbeitstag" unterstützt. Vielen Danke an alle!
Mein Wettkampf an sich lässt sich schnell umschreiben:
Schwimmen 3,8 km / 1:18:29,5
1. Wechsel 0:03:49,3
Rad 185 km / 5:28:02,3 (inkl. Zeitstrafe 6 min.)
2. Wechsel 0:03:10,3
Laufen 42,2 km / 4:14:56,0
Gesamt 11:08:27,4 (Platz 99 in M45)
So auch für den Wettkampf von gestern. Meine Überschrift für den gestrigen Tag würde "Es sollte nicht sein!" lauten!
Es sollte nicht sein, weil ich wieder einmal mein mir selbst gestecktes Ziel nicht erreichen konnte. Den minimalen Anspruch, den ich an mich hatte, war eine neue Bestzeit (also unter 10:54:55 Std.), aber geliebäugelt hatte ich mit einer Endzeit um die zehneinhalb Stunden. Aus meiner Sicht waren mein Trainingsplan und meine Marschroute für die geplante Zeit gut. Aber an diesem Wochenende hatte ich mit Faktoren zu kämpfen, die mir Plan A und B zerstörten.
Durch das warme Wetter der letzten Tage hatte sich der Langener Waldsee so stark erwärmt, dass das Tragen von einem Neoprenanzug verboten wurde. Diese Endscheidung kostete mich die ersten 8-10 Minuten. Die Radstrecke wurde - durch eine Umleitung in Bad Vilbel (Baustelle) - von 180 auf 185 km verlängert. Diese 5 Kilometer zusätzlich zu radeln, schlug mit einem Zeitzuschlag von 9-10 Min. zu Buche. Und zu allem Überfluss hat mir eine eifrige Kampfrichterin am Anstieg zum Hühnerberg eine Zeitstrafe von 6 Minuten verpasst. Diese Erfahrung hatte ich in meiner Triathlonlaufbahn noch nie gemacht. Die Strafe musst du sehr zeitnah in der "Penalty Box" direkt an der Strecke absitzen. Das ist ganz schwer für den Kopf. Du kannst dabei zuschauen, wie ein Konkurrent nach dem anderen an dir vorbei fährt. Und diese ungewünschte Zwangspause nach der ersten Hälfte vom Wettkampf zu vergessen und wieder ins Rennen zu finden ist auch nicht leicht. Alles in allem hatte ich zirka 25 Minuten auf der Strecke verloren.
Jetzt habe ich genug lamentiert! Dieser lange Tag hatte auch wieder seine schönen Seiten und Momente. Das Wetter war besser als erwartet. Nachdem es in den letzten Tagen noch um die 35° C heiß war, war es bei leicht bedecktem Himmel knapp unter 30° C wesentlich angenehmer. Auch die Stimmung durch die zahlreichen Zuschauer und die gute Organisation beim Wettkampf war wie gewohnt "super". Für mich persönlich sind immer die Freunde und Bekannten an der Strecke ganz wichtig. Ich habe immer wieder Abwechslung und freue mich, wenn ich die netten Gesichter sehe, die mich mit ein paar aufmunternden Worten weiter voran treiben. Allen voran mein Schatz Marion. Sie hat mich den langen Tag von 4 Uhr morgens bis 10 Uhr abends bei meinem langen "Arbeitstag" unterstützt. Vielen Danke an alle!
Mein Wettkampf an sich lässt sich schnell umschreiben:
Schwimmen 3,8 km / 1:18:29,5
1. Wechsel 0:03:49,3
Rad 185 km / 5:28:02,3 (inkl. Zeitstrafe 6 min.)
2. Wechsel 0:03:10,3
Laufen 42,2 km / 4:14:56,0
Gesamt 11:08:27,4 (Platz 99 in M45)
Sonntag, 4. Oktober 2009
Köln Marathon
Heute bin ich meinen 19. Marathon gelaufen. Ich hatte mir viel vorgenommen: mein Minimalziel sollte eine Zeit von knapp unter 3:30 h sein. Insgeheim hatte ich mir aber vorgenommen, bei einer neuen Bestzeit (3:22:35 h) zu landen. Meine Durchgangszeit bei der Halbmarathon-Marke lag bei 1:40 h. Das war gut. Bis Kilometer 26 war ich mit meiner Zeit noch voll im Plan, aber hier bekam ich auf einmal Magenschmerzen. Ich quälte mich noch einen Kilometer weiter, machte dann aber doch eine Gehpause. Als ich nach einer Viertelstunde merkte, dass es mir wieder besser ging, fing ich wieder locker an zu laufen. Eine neue Bestzeit und die 3:30 hatte ich bereits "abgehackt". Nun wollte ich nur noch gut ins Ziel kommen. Bei Kilometer 35 konnte ich - von meinem Streckenabschnitt - meine Lauftreff-Kollegen Bernhard und Daniel sehen. Die beiden waren zu diesem Zeitpunkt etwa bei Kilometer 28. Die beiden waren offensichtlich noch gut drauf, obwohl sie erst gestern an einem 6-Stunden-Lauf teilgenommen hatten. Sie fragten mich, wie es mir geht, aber zu diesem Zeitpunkt war ich mit mir sehr unzufrieden und antwortete nur kurz und bündig "schlecht". Aber schlecht war nur meine Einstellung!!!
Das Wetter war für einen Marathon gut, die Zuschauer waren gut drauf und meine Beine fühlten sich auch noch gut an. Also beschloss ich, wieder mein Marathontempo aufzunehmen und nicht weiter mit mir zu hadern. Jetzt ging es auch meinem Magen wieder besser und ich konnte wieder einen Fünfer-Schnitt laufen. Auf den letzten Kilometern traf ich am Streckenrand noch einen Bekannten aus Köln. Markus war mit dem Fahrrad da und begleitet mich auf den letzten Kilometern. Das tat gut, er war extra wegen mir gekommen und spornte mich immer wieder an. Etwa bei Kilometer 39 stellte ich fest, dass mein einstiges Minimalziel "unter 3:30" noch möglich war. Ich legte noch eine Schippe (oder besser gesagt ein Schippchen) nach und kam mit einer 3:28:30 ins Ziel!
Das Wetter war für einen Marathon gut, die Zuschauer waren gut drauf und meine Beine fühlten sich auch noch gut an. Also beschloss ich, wieder mein Marathontempo aufzunehmen und nicht weiter mit mir zu hadern. Jetzt ging es auch meinem Magen wieder besser und ich konnte wieder einen Fünfer-Schnitt laufen. Auf den letzten Kilometern traf ich am Streckenrand noch einen Bekannten aus Köln. Markus war mit dem Fahrrad da und begleitet mich auf den letzten Kilometern. Das tat gut, er war extra wegen mir gekommen und spornte mich immer wieder an. Etwa bei Kilometer 39 stellte ich fest, dass mein einstiges Minimalziel "unter 3:30" noch möglich war. Ich legte noch eine Schippe (oder besser gesagt ein Schippchen) nach und kam mit einer 3:28:30 ins Ziel!
Sonntag, 20. September 2009
Baden-Marathon Karlsruhe
Der Luftballonmann
Heute war es soweit, ich lief beim 27. Baden-Marathon in Karlsruhe mit. Hier ging ich - nach 2003 und 2005 - zum dritten Mal über die Halbdistanz an den Start. Dieser Lauf sollte mein letzter Testlauf im Rahmen meiner Marathonvorbereitung zum Köln-Marathon (am 04.10.2009) sein.
In den letzten Tagen hatte ich ein paar Zweifel an meiner Form bekommen. Diese wollte ich hier und heute zerschlagen. Auf meinem Trainingsplan stand für den Halbmarathon eine Zielzeit von 1:40 h. Dass ich diese Zeit laufen kann, hatte ich schon oft bewiesen, aber mal schauen was ich momentan drauf habe?!
Ich stellte mich im Startblock weit vorne auf. Direkt dort, wo der Zugläufer für eine 3:14 er Marathonzeit stand. Genau in diesem Bereich wollte ich laufen!
Punkt neun Uhr wurde das Rennen gestartet. Sofort setzte ich mich mit den anderen Läufern in Bewegung und versuchte schon vom Start weg am Zugläufer zu bleiben. Schwere Aufgabe!!! Spätestens an der ersten Verpflegungsstelle musste ich feststellen, dass weitere 100 Läufer auf das Zugpferd Thomas gesetzt hatten. Die Idee, direkt an Thomas Seite zu laufen, begrub ich bei Kilometer sechs. Es war einfach zu anstrengend, eine gute Position neben ihm zu halten. Also ließ ich mich ein wenig zurückfallen, um seinen schönen gelben Luftballon mit der Aufschrift 3:14, aus sicherem aber konstantem Abstand zu beobachten.
Hier fühlte ich mich besser und konnte mich auf mein Rennen konzentrieren. Mit einer 10 km-Durchgangszeit von 46 Minuten lag ich voll in meinem Zeitplan. Die Laufstrecke hatte ich leichter in Erinnerung, es gab doch einige Brücken und Unterführungen zu bewältigen. Ich fragte mich, wie ich hier 2003 meine persönliche Bestzeit (HM 1:31:48 h) hatte laufen können. Nun ja, jetzt war keine Bestzeit gefragt, sondern ich wollte ein gutes Rennen machen. Bei Kilometer 17 stand Marion an der Strecke. Sie rief meinen Namen, ich erkannte sie und sie fragte mich, ob alles in Ordnung sei. Ich sagte instinktiv "es geht so". Es geht so?! So ein Schwachsinn, "GUT" ging es und ich legte noch mal etwas Tempo nach. Mittlerweile hatte sich der Abstand zu Thomas etwas vergrößert und ich versuchte auf den letzten paar Kilometern die Lücke zu schließen. Das klappte ganz gut und ich stellte fest, dass ich immer wieder an ehemaligen Wegbegleiten von Thomas vorbei lief. Das gab mir weiteren Antrieb und bei Kilometer zwanzig hatte ich die Lücke geschlossen.
Hier trennten sich unsere Wege! Thomas und seine letzten Helden liefen an der Marathonschneise links ab. Ich durfte die letzten paar hundert Meter bis ins Ziel ohne den Luftballonmann laufen. Auf den letzten 300 m, die im Station gelaufen wurden, erhöhte ich noch einmal mein Tempo. Ich wollte unbedingt unter 1:37 h bleiben. Das hat geklappt ... Danke Thomas ... für die 1:36:35 h und die Sicherheit, dass ich gut drauf bin :-)
Nach dem Lauf haben Marion und ich noch ein wenig das schöne Karlsruher Wetter genossen. Wir waren noch für ein paar Stunden im Stadtgarten und im Zoo.
Heute war es soweit, ich lief beim 27. Baden-Marathon in Karlsruhe mit. Hier ging ich - nach 2003 und 2005 - zum dritten Mal über die Halbdistanz an den Start. Dieser Lauf sollte mein letzter Testlauf im Rahmen meiner Marathonvorbereitung zum Köln-Marathon (am 04.10.2009) sein.
In den letzten Tagen hatte ich ein paar Zweifel an meiner Form bekommen. Diese wollte ich hier und heute zerschlagen. Auf meinem Trainingsplan stand für den Halbmarathon eine Zielzeit von 1:40 h. Dass ich diese Zeit laufen kann, hatte ich schon oft bewiesen, aber mal schauen was ich momentan drauf habe?!
Ich stellte mich im Startblock weit vorne auf. Direkt dort, wo der Zugläufer für eine 3:14 er Marathonzeit stand. Genau in diesem Bereich wollte ich laufen!
Punkt neun Uhr wurde das Rennen gestartet. Sofort setzte ich mich mit den anderen Läufern in Bewegung und versuchte schon vom Start weg am Zugläufer zu bleiben. Schwere Aufgabe!!! Spätestens an der ersten Verpflegungsstelle musste ich feststellen, dass weitere 100 Läufer auf das Zugpferd Thomas gesetzt hatten. Die Idee, direkt an Thomas Seite zu laufen, begrub ich bei Kilometer sechs. Es war einfach zu anstrengend, eine gute Position neben ihm zu halten. Also ließ ich mich ein wenig zurückfallen, um seinen schönen gelben Luftballon mit der Aufschrift 3:14, aus sicherem aber konstantem Abstand zu beobachten.
Hier fühlte ich mich besser und konnte mich auf mein Rennen konzentrieren. Mit einer 10 km-Durchgangszeit von 46 Minuten lag ich voll in meinem Zeitplan. Die Laufstrecke hatte ich leichter in Erinnerung, es gab doch einige Brücken und Unterführungen zu bewältigen. Ich fragte mich, wie ich hier 2003 meine persönliche Bestzeit (HM 1:31:48 h) hatte laufen können. Nun ja, jetzt war keine Bestzeit gefragt, sondern ich wollte ein gutes Rennen machen. Bei Kilometer 17 stand Marion an der Strecke. Sie rief meinen Namen, ich erkannte sie und sie fragte mich, ob alles in Ordnung sei. Ich sagte instinktiv "es geht so". Es geht so?! So ein Schwachsinn, "GUT" ging es und ich legte noch mal etwas Tempo nach. Mittlerweile hatte sich der Abstand zu Thomas etwas vergrößert und ich versuchte auf den letzten paar Kilometern die Lücke zu schließen. Das klappte ganz gut und ich stellte fest, dass ich immer wieder an ehemaligen Wegbegleiten von Thomas vorbei lief. Das gab mir weiteren Antrieb und bei Kilometer zwanzig hatte ich die Lücke geschlossen.
Hier trennten sich unsere Wege! Thomas und seine letzten Helden liefen an der Marathonschneise links ab. Ich durfte die letzten paar hundert Meter bis ins Ziel ohne den Luftballonmann laufen. Auf den letzten 300 m, die im Station gelaufen wurden, erhöhte ich noch einmal mein Tempo. Ich wollte unbedingt unter 1:37 h bleiben. Das hat geklappt ... Danke Thomas ... für die 1:36:35 h und die Sicherheit, dass ich gut drauf bin :-)
Nach dem Lauf haben Marion und ich noch ein wenig das schöne Karlsruher Wetter genossen. Wir waren noch für ein paar Stunden im Stadtgarten und im Zoo.
Sonntag, 5. Juli 2009
Mein 6. IronMan!
Hallo Liebe Freunde, Bekannte und Sportkollegen!
Der Tag X war gekommen, mein 6. IronMan - in Folge - sollte heute erfolgreich gefinisht werden.
Wie in jedem Jahr war die Stimmung am Langener Waldsee "gigantisch". Es ist kaum vorstellbar, aber schon ab fünf Uhr in der früh pilgerten Tausende von Zuschauern und Athleten zum See. Bereits zum Schwimmstart der Profis um 6:45 Uhr waren die Uferhänge vom Waldsee mit Zuschauern belagert.
Um 7 Uhr ging es für mich auf die 226 km lange Strecke über die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen. Es sollte wieder ein langer Tag werden und ich hatte mir im Vorfeld einen Zeitplan zurecht gelegt. Viele von euch kennen das Problem: bei solchen Ausdauerevent muss man mit den Kräften gut haushalten. Schnell wird man von der tollen Stimmung und dem Wettkampfgeschehen mitgerissen. Ehe man sich versieht, geht man sein Rennen zu schnell an und zahlt hierfür am Ende des Wettkampfs. Heute wollte ich dafür sorgen, dass es mir so nicht ergeht. Ich versuchte mich bereits beim Schwimmen zurück zu halten. In der ersten Schwimmrunde schwamm ich einen etwas weiteren Weg als die direkte Linie es vorsah. Hier ging es ruhiger zu und ich konnte den normalen Handgreiflichkeiten aus dem Weg gehen. Als sich in der zweiten Schwimmrunde das Startfeld der knapp 2400 Teilnehmer etwas auseinander gezogen hatte, schwamm auch ich direkter an den Bojen und Wendepunkten vorbei. Als ich nach dem Schwimmen aus dem Wasser stieg, hatte ich für die 3,8 km eine Zeit von 1:07 h gebraucht. Das war ungefähr im Bereich meiner Erwartung (- 1 Minute).
Mein Wechsel aufs Rad dauerte knapp 5 Minuten. Das hatte ich schon schneller geschafft, aber es ging noch in Ordnung. Jetzt führte mich der erste Teilabschnitt der Radstrecke vom Waldsee in die Frankfurter Innenstadt. Hier am Mainufer und vor dem Römer sollte sich in den nächsten Stunden das sportliche Geschehen abspielen. Aber zunächst musste ich wieder die Frankfurter City in Richtung Maintal verlassen. Die nächsten Abschnitte der 180 km langen Radstrecke führen in 2 Runden bis zum äußersten Punkt nach Bad-Nauheim. Die erste Stunde war ich bewusst locker gefahren. Hierbei sollte sich der Körper erst mal an die neue Anforderung gewöhnen. Nach einer guten Stunde - kurz hinter Maintal - versuchte ich etwas mehr Tempo aufzunehmen. Aber es ging nichts! Meine Beine fühlten sich nicht gut an. Ein Radfahrer würde sagen, er hat "dicke Beine". Also war weiter Abwarten angesagt. "Ruhig bleiben und nichts überstürzen" war die Devise! Nach einer weiteren Stunde versuchte ich es erneut. Aber ich kam immer noch nicht richtig ins Rennen. Erst als ich bei Kilometer 85 in Bad-Vilbel über den Anstieg vom "Heartbreak-Hill" fuhr (das ist der Zuschauer Magnet auf der Radstrecke), merkte ich, wie meine Beine sich zum Dienst meldeten. Ich nahm das Renntempo auf und fuhr noch eine Radzeit von 5:22 h raus. Auch das war halbwegs im Plan (- 4 min).
Der Wechsel zum Laufen klappte ganz gut. Laufschuhe an, noch mal schnell ein Besuch im "Dixie" und ab auf die Laufstrecke. Jetzt nur nicht überziehen! Es ist unheimlich schwer, das gewohnte Tempo vom Radfahren (ca. 33 km/h) aufs Lauftempo von zirka 10 km/h zu reduzieren. Meist laufe ich nach dem Wechsel viel zu schnell los. Heute war das wesendlich besser! Ich schaute anfangs nicht auf die Uhrzeit, sondern richtete mich nur nach meinem Puls. Genau wie in den letzten paar Jahren ging die Laufstrecke in vier Runden à 10,5 km am Mainufer entlang. Beim Durchlaufen der Halbmarathon Marke schaute ich zum ersten Mal auf meine Laufzeit. Genau 2 Stunden war ich unterwegs. Also genau nach Plan! So wollte ich weiter laufen. Doch bei Kilometer 26 erlebte ich einen Einbruch. Kurz zuvor hatte ich noch Marion an der Strecke gesehen und ihr bescheid gegeben, dass es nicht mehr so gut läuft. Erstmals fühlte ich mich am heutigen Tag schlecht und schlapp.
Zwar hatte ich mich in den letzten Stunden gut mit Energiedrinks, -riegeln und -gels versorgt, aber jetzt war der Akku leer. Also beschloss ich, am nächsten Verpflegungspunkt eine kurze Pause einzulegen. Ich nahm ein PowerBar-Gel, trank zwei Becher Cola und spülte alles mit viel Iso-Drink runter. Ich dachte mir, gleich wird mir mein Magen die Rechnung geben, aber es ging gut. Ich konnte alles in mir behalten und bis auf ein paar "Rülpser" hatte ich keine negative Rückmeldung. Als ich mich wieder besser fühlte, wurde aus meinem Spaziergang wieder ein leichtes Traben. Von nun an versorgte ich meinen Körper abwechselnd mit Cola oder Wasser und Energie-Gels.
Mittlerweile hatte ich meine vierte und letzte Runde begonnen. Aus dem Traben wurde wieder ein Laufen und ich versuchte zurück in den Wettkampf zu kommen. Ich bemerkte, dass ich wieder an Leuten vorbei lief, die mich in den letzten Kilometern überholt hatten. Jetzt machte es auch wieder Spaß auf die Uhr zu schauen. Meine Marathon-Wunschzeit (unter 4 Stunden) war zwar nicht mehr drin, aber ich konnte meine persönliche Bestzeit noch packen. Die letzten drei Kilometer musste ich jetzt noch unter 15 Minuten laufen. Ermöglicht wurde das nur durch ein tolles Publikum und dem Willen, in einer guten Zeit zu finishen. Leider konnte ich die letzten Meter durch den Zielkanal (beste Stimmung am Römer) nicht richtig wahrnehmen. Zu sehr war ich auf meine Zielzeit fixiert.
Aber ich schaffte es: die Uhr blieb für mich bei 10:54,57 h stehen. Hurra, die alte Bestzeit von 2005 hatte ich um 45 Sekunden unterboten! Und die Marathon Endzeit von 4:16,30 h war auch 10 Minuten schneller als mein bester - in einer Langdistanz gelaufener - Marathon.
Schade war, das ich auf der Strecke keinen der Profis gesehen hatte und erst im Ziel erfahren hatte, dass Timo Bracht (7:59,15) und Sandra Wallenhorst (8:58,08) das Rennen und somit die Europameisterschaft gewonnen hatten.
Übrigens, war es mein erster Start bei einem Ironman, den ich für den Lauftreff Hemsbach gelaufen war :-)
Zum Starten der Diashow auf den großen grünen Pfeil klicken:
Der Tag X war gekommen, mein 6. IronMan - in Folge - sollte heute erfolgreich gefinisht werden.
Wie in jedem Jahr war die Stimmung am Langener Waldsee "gigantisch". Es ist kaum vorstellbar, aber schon ab fünf Uhr in der früh pilgerten Tausende von Zuschauern und Athleten zum See. Bereits zum Schwimmstart der Profis um 6:45 Uhr waren die Uferhänge vom Waldsee mit Zuschauern belagert.
Um 7 Uhr ging es für mich auf die 226 km lange Strecke über die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen. Es sollte wieder ein langer Tag werden und ich hatte mir im Vorfeld einen Zeitplan zurecht gelegt. Viele von euch kennen das Problem: bei solchen Ausdauerevent muss man mit den Kräften gut haushalten. Schnell wird man von der tollen Stimmung und dem Wettkampfgeschehen mitgerissen. Ehe man sich versieht, geht man sein Rennen zu schnell an und zahlt hierfür am Ende des Wettkampfs. Heute wollte ich dafür sorgen, dass es mir so nicht ergeht. Ich versuchte mich bereits beim Schwimmen zurück zu halten. In der ersten Schwimmrunde schwamm ich einen etwas weiteren Weg als die direkte Linie es vorsah. Hier ging es ruhiger zu und ich konnte den normalen Handgreiflichkeiten aus dem Weg gehen. Als sich in der zweiten Schwimmrunde das Startfeld der knapp 2400 Teilnehmer etwas auseinander gezogen hatte, schwamm auch ich direkter an den Bojen und Wendepunkten vorbei. Als ich nach dem Schwimmen aus dem Wasser stieg, hatte ich für die 3,8 km eine Zeit von 1:07 h gebraucht. Das war ungefähr im Bereich meiner Erwartung (- 1 Minute).
Mein Wechsel aufs Rad dauerte knapp 5 Minuten. Das hatte ich schon schneller geschafft, aber es ging noch in Ordnung. Jetzt führte mich der erste Teilabschnitt der Radstrecke vom Waldsee in die Frankfurter Innenstadt. Hier am Mainufer und vor dem Römer sollte sich in den nächsten Stunden das sportliche Geschehen abspielen. Aber zunächst musste ich wieder die Frankfurter City in Richtung Maintal verlassen. Die nächsten Abschnitte der 180 km langen Radstrecke führen in 2 Runden bis zum äußersten Punkt nach Bad-Nauheim. Die erste Stunde war ich bewusst locker gefahren. Hierbei sollte sich der Körper erst mal an die neue Anforderung gewöhnen. Nach einer guten Stunde - kurz hinter Maintal - versuchte ich etwas mehr Tempo aufzunehmen. Aber es ging nichts! Meine Beine fühlten sich nicht gut an. Ein Radfahrer würde sagen, er hat "dicke Beine". Also war weiter Abwarten angesagt. "Ruhig bleiben und nichts überstürzen" war die Devise! Nach einer weiteren Stunde versuchte ich es erneut. Aber ich kam immer noch nicht richtig ins Rennen. Erst als ich bei Kilometer 85 in Bad-Vilbel über den Anstieg vom "Heartbreak-Hill" fuhr (das ist der Zuschauer Magnet auf der Radstrecke), merkte ich, wie meine Beine sich zum Dienst meldeten. Ich nahm das Renntempo auf und fuhr noch eine Radzeit von 5:22 h raus. Auch das war halbwegs im Plan (- 4 min).
Der Wechsel zum Laufen klappte ganz gut. Laufschuhe an, noch mal schnell ein Besuch im "Dixie" und ab auf die Laufstrecke. Jetzt nur nicht überziehen! Es ist unheimlich schwer, das gewohnte Tempo vom Radfahren (ca. 33 km/h) aufs Lauftempo von zirka 10 km/h zu reduzieren. Meist laufe ich nach dem Wechsel viel zu schnell los. Heute war das wesendlich besser! Ich schaute anfangs nicht auf die Uhrzeit, sondern richtete mich nur nach meinem Puls. Genau wie in den letzten paar Jahren ging die Laufstrecke in vier Runden à 10,5 km am Mainufer entlang. Beim Durchlaufen der Halbmarathon Marke schaute ich zum ersten Mal auf meine Laufzeit. Genau 2 Stunden war ich unterwegs. Also genau nach Plan! So wollte ich weiter laufen. Doch bei Kilometer 26 erlebte ich einen Einbruch. Kurz zuvor hatte ich noch Marion an der Strecke gesehen und ihr bescheid gegeben, dass es nicht mehr so gut läuft. Erstmals fühlte ich mich am heutigen Tag schlecht und schlapp.
Zwar hatte ich mich in den letzten Stunden gut mit Energiedrinks, -riegeln und -gels versorgt, aber jetzt war der Akku leer. Also beschloss ich, am nächsten Verpflegungspunkt eine kurze Pause einzulegen. Ich nahm ein PowerBar-Gel, trank zwei Becher Cola und spülte alles mit viel Iso-Drink runter. Ich dachte mir, gleich wird mir mein Magen die Rechnung geben, aber es ging gut. Ich konnte alles in mir behalten und bis auf ein paar "Rülpser" hatte ich keine negative Rückmeldung. Als ich mich wieder besser fühlte, wurde aus meinem Spaziergang wieder ein leichtes Traben. Von nun an versorgte ich meinen Körper abwechselnd mit Cola oder Wasser und Energie-Gels.
Mittlerweile hatte ich meine vierte und letzte Runde begonnen. Aus dem Traben wurde wieder ein Laufen und ich versuchte zurück in den Wettkampf zu kommen. Ich bemerkte, dass ich wieder an Leuten vorbei lief, die mich in den letzten Kilometern überholt hatten. Jetzt machte es auch wieder Spaß auf die Uhr zu schauen. Meine Marathon-Wunschzeit (unter 4 Stunden) war zwar nicht mehr drin, aber ich konnte meine persönliche Bestzeit noch packen. Die letzten drei Kilometer musste ich jetzt noch unter 15 Minuten laufen. Ermöglicht wurde das nur durch ein tolles Publikum und dem Willen, in einer guten Zeit zu finishen. Leider konnte ich die letzten Meter durch den Zielkanal (beste Stimmung am Römer) nicht richtig wahrnehmen. Zu sehr war ich auf meine Zielzeit fixiert.
Aber ich schaffte es: die Uhr blieb für mich bei 10:54,57 h stehen. Hurra, die alte Bestzeit von 2005 hatte ich um 45 Sekunden unterboten! Und die Marathon Endzeit von 4:16,30 h war auch 10 Minuten schneller als mein bester - in einer Langdistanz gelaufener - Marathon.
Schade war, das ich auf der Strecke keinen der Profis gesehen hatte und erst im Ziel erfahren hatte, dass Timo Bracht (7:59,15) und Sandra Wallenhorst (8:58,08) das Rennen und somit die Europameisterschaft gewonnen hatten.
Übrigens, war es mein erster Start bei einem Ironman, den ich für den Lauftreff Hemsbach gelaufen war :-)
Zum Starten der Diashow auf den großen grünen Pfeil klicken:
Mittwoch, 17. Juni 2009
Koppeltraining
Nach 2 Ruhetagen mache ich (endlich) mit mein Trainingsplan weiter! In dieser Woche habe ich noch zwei lange Trainingseinheiten mit Koppeltraining (schneller Wechsel vom Radfahren aufs Laufen) zu absolvieren. Die längere dieser beiden Einheiten habe ich heute gemacht.
Gleich nach der Arbeit stieg ich aufs Rad. Meine Radtour ging von Bensheim über Gernsheim, Biblis, Rosengarten, Lampertheim nach Hüttenfeld. Von dort fuhr ich wieder Richtung Norden über Lorsch nach Einhausen. Dort fuhr ich den Klassiker für Radfahrer "Rund um den Jägersburger-Wald". Dann ging es wieder Richtung Heimat, über Lorsch, Hüttenfeld, Hemsbach, Weinheim, nach Lützelsachsen. Am Ende waren es 107 km in ca. 3:30 Stunden, mit dem Trainingsziel, möglichst lange im Wettkampftempo zu fahren. Das ist mir recht gut gelungen.
Nach einem kurzen Zwischenstopp, zum Schuhe wechseln, habe ich mich gleich auf den Weg in Richtung Waidsee gemacht. Dort bin bin ich 2 Runden um den See gelaufen. Auch diese Einheit sollte im Wettkampftempo bestritten werden. Auch dass habe ich gut geschafft. Die letzten 2 Kilometer bin ich noch locker nach Hause gelaufen. Letztlich war der Lauf 10,6 km lang und dauerte 1 Stunde.
Meine dritte Disziplin war eine kurze Schwimmeinheit in der Badewanne ;-)
Gleich nach der Arbeit stieg ich aufs Rad. Meine Radtour ging von Bensheim über Gernsheim, Biblis, Rosengarten, Lampertheim nach Hüttenfeld. Von dort fuhr ich wieder Richtung Norden über Lorsch nach Einhausen. Dort fuhr ich den Klassiker für Radfahrer "Rund um den Jägersburger-Wald". Dann ging es wieder Richtung Heimat, über Lorsch, Hüttenfeld, Hemsbach, Weinheim, nach Lützelsachsen. Am Ende waren es 107 km in ca. 3:30 Stunden, mit dem Trainingsziel, möglichst lange im Wettkampftempo zu fahren. Das ist mir recht gut gelungen.
Nach einem kurzen Zwischenstopp, zum Schuhe wechseln, habe ich mich gleich auf den Weg in Richtung Waidsee gemacht. Dort bin bin ich 2 Runden um den See gelaufen. Auch diese Einheit sollte im Wettkampftempo bestritten werden. Auch dass habe ich gut geschafft. Die letzten 2 Kilometer bin ich noch locker nach Hause gelaufen. Letztlich war der Lauf 10,6 km lang und dauerte 1 Stunde.
Meine dritte Disziplin war eine kurze Schwimmeinheit in der Badewanne ;-)
Sonntag, 14. Juni 2009
9. Maxdorfer Triathlon
Ein letzter Formtest: Mitteldistanz Triathlon in Maxdorf!
Für heute hatte ich zusammen mit Marion einen Staffel-Start geplant. Leider hat uns Marions Knie-OP einen Strich durch diesen Plan gemacht, aber ich habe eine alternative Lösung gefunden. Anstelle von Marion startete mein Triathlon-Kollege Lars. Sein Part war die schwere - 85 Kilometer lange - Radstrecke über die Lindemannsruh (ca. 400 Hm). Zunächst war ich an der Reihe! Heute früh fiel um 9:15 Uhr der Startschuss für die Startgruppe 2. In dieser Gruppe gingen etliche Altersklassen-Athleten und zirka 50 Staffeln an den Start. Der Schwimmstart ganze ging aus meiner Sicht relativ entspannt über die Bühne. Da ist ein Massenstart - wie beim IronMan - mit knapp 2.500 Leuten, wesendlich aufregender. Wie auch immer, ich fand so ein überschaubares Feld ganz gut. Geschwommen wurden 2 km, die in einer "M" Form durch den Nachtweide-Weiher in der Nachtbargemeinde Lambsheim führte. Nach etwa 32 Minuten kam ich wieder aus dem Wasser und übergab "das Staffelholz" in Form eines Zeit-Chips an Lars ab. Der hatte nun die Aufgabe, Marion würdevoll zu vertreten. Das schaffte er auch! Lars kam mit einer Radzeit von 2:34:46 h im Sportstadion in Maxdorf an. Hier war die zweite Wechselzone eingerichtet.
Mittlerweile ging der Topf-Favorit und spätere Gewinner Norman Stadler (Endzeit: 3:45:18 h) in seine 2 Laufrunde. Er hatte bereits über 7 Minuten Vorsprung auf seinen härtesten Verfolger Michael Göhner. Respekt!
Zurück zu unserem Rennen! Nachdem ich wieder den Zeitchip von Lars übernommen hatte, ging es für mich auf 20 km lange Laufstrecke. Diese führte in 2 Runden, zunächst durch ein kleines Waldstück, über einen öden Feldweg entlang der Autobahn, ein Stückchen durch eine Wohnsiedlung, bis hin zum Wendepunkt (5 km Marke). Auf dem Rückweg zum Stadion konnte ich unterwegs viele Bekannte treffen. Lars und ich hatten eine solide Basis für eine gute Platzierung geschaffen. Ich fühlte mich beim Laufen etwas schlapp und musste mich immer wieder motivieren, nicht in einen Schlappschritt zu verfallen. Es war sehr schwer die Durchgangszeiten pro Kilometer festzustellen, da die Kilometer-Punkte sehr ungenau bemessen waren. Mit meiner ersten Durchgangszeit (0:49 h bei 10 km) war ich nicht zufrieden. Mein Ziel sollte es sein, in der zweiten Runde etwas schneller zu werden. Das gelang mir zum Glück auch! Nicht viel besser, aber immerhin… die 47 Minuten waren in Ordnung. Am Ende hatten Lars und ich - mit 4:46:08 Stunden - Platz 10 bei den Staffeln erreicht. Marion und Lars erwarteten mich bereits im Ziel.
Am Ende war ich, bis auf ein paar kleine Abstriche, mit meinem Trainingswettkampf zufrieden. Ich hoffe, dass ich ähnliche Zeiten in 3 Wochen bei meiner Langdistanz abrufen kann!
Für heute hatte ich zusammen mit Marion einen Staffel-Start geplant. Leider hat uns Marions Knie-OP einen Strich durch diesen Plan gemacht, aber ich habe eine alternative Lösung gefunden. Anstelle von Marion startete mein Triathlon-Kollege Lars. Sein Part war die schwere - 85 Kilometer lange - Radstrecke über die Lindemannsruh (ca. 400 Hm). Zunächst war ich an der Reihe! Heute früh fiel um 9:15 Uhr der Startschuss für die Startgruppe 2. In dieser Gruppe gingen etliche Altersklassen-Athleten und zirka 50 Staffeln an den Start. Der Schwimmstart ganze ging aus meiner Sicht relativ entspannt über die Bühne. Da ist ein Massenstart - wie beim IronMan - mit knapp 2.500 Leuten, wesendlich aufregender. Wie auch immer, ich fand so ein überschaubares Feld ganz gut. Geschwommen wurden 2 km, die in einer "M" Form durch den Nachtweide-Weiher in der Nachtbargemeinde Lambsheim führte. Nach etwa 32 Minuten kam ich wieder aus dem Wasser und übergab "das Staffelholz" in Form eines Zeit-Chips an Lars ab. Der hatte nun die Aufgabe, Marion würdevoll zu vertreten. Das schaffte er auch! Lars kam mit einer Radzeit von 2:34:46 h im Sportstadion in Maxdorf an. Hier war die zweite Wechselzone eingerichtet.
Mittlerweile ging der Topf-Favorit und spätere Gewinner Norman Stadler (Endzeit: 3:45:18 h) in seine 2 Laufrunde. Er hatte bereits über 7 Minuten Vorsprung auf seinen härtesten Verfolger Michael Göhner. Respekt!
Zurück zu unserem Rennen! Nachdem ich wieder den Zeitchip von Lars übernommen hatte, ging es für mich auf 20 km lange Laufstrecke. Diese führte in 2 Runden, zunächst durch ein kleines Waldstück, über einen öden Feldweg entlang der Autobahn, ein Stückchen durch eine Wohnsiedlung, bis hin zum Wendepunkt (5 km Marke). Auf dem Rückweg zum Stadion konnte ich unterwegs viele Bekannte treffen. Lars und ich hatten eine solide Basis für eine gute Platzierung geschaffen. Ich fühlte mich beim Laufen etwas schlapp und musste mich immer wieder motivieren, nicht in einen Schlappschritt zu verfallen. Es war sehr schwer die Durchgangszeiten pro Kilometer festzustellen, da die Kilometer-Punkte sehr ungenau bemessen waren. Mit meiner ersten Durchgangszeit (0:49 h bei 10 km) war ich nicht zufrieden. Mein Ziel sollte es sein, in der zweiten Runde etwas schneller zu werden. Das gelang mir zum Glück auch! Nicht viel besser, aber immerhin… die 47 Minuten waren in Ordnung. Am Ende hatten Lars und ich - mit 4:46:08 Stunden - Platz 10 bei den Staffeln erreicht. Marion und Lars erwarteten mich bereits im Ziel.
Am Ende war ich, bis auf ein paar kleine Abstriche, mit meinem Trainingswettkampf zufrieden. Ich hoffe, dass ich ähnliche Zeiten in 3 Wochen bei meiner Langdistanz abrufen kann!
Sonntag, 10. Mai 2009
Mannheimer Marathon
Hierzu gibt es nicht viel zu sagen!
Diesen Wettkampf habe ich mir als Abschluss-Einheit, von einem zehn tägigen Trainingslager in Schonach (Schwarzwald) auferlegt. Immer wieder empfinde ich für diese Veranstaltung in Mannheim das Gleiche! Kann man, braucht man aber nicht...
Mit dem Verlauf vom Wettkampf war ich zufrieden. Meine Laufkollegen vom LT Hemsbach und der TSG Weinheim, haben sich schon auf den ersten Kilometern von mir gelöst. Aber meine Parole sollte heute heißen: gleichmäßig laufen, ohne alles geben zu müssen.
Am Ende blieb die Zeit bei 1:42 h stehen. Das geht in Ordnung, aber bis zu meinem Hauptwettkampf am 5.Juli gibt es noch viel zu tun!
Diesen Wettkampf habe ich mir als Abschluss-Einheit, von einem zehn tägigen Trainingslager in Schonach (Schwarzwald) auferlegt. Immer wieder empfinde ich für diese Veranstaltung in Mannheim das Gleiche! Kann man, braucht man aber nicht...
Mit dem Verlauf vom Wettkampf war ich zufrieden. Meine Laufkollegen vom LT Hemsbach und der TSG Weinheim, haben sich schon auf den ersten Kilometern von mir gelöst. Aber meine Parole sollte heute heißen: gleichmäßig laufen, ohne alles geben zu müssen.
Am Ende blieb die Zeit bei 1:42 h stehen. Das geht in Ordnung, aber bis zu meinem Hauptwettkampf am 5.Juli gibt es noch viel zu tun!
Montag, 9. März 2009
Testwettkampf - Halbmarathon in Kandel
Genau wie ich es mir zum Jahreswechsel vorgenommen hatte, konnte ich - vor etwa acht Wochen - wieder mit dem Training beginnen. Seit dieser Zeit hatte ich wieder regelmäßig nach einem Trainingsplan trainiert. Aufgrund der schlechten Wetterlage, hatte ich meine Trainingseinheiten in erster Linie auf das Schwimmen und Laufen ausgerichtet. Nur ab und zu war ich zum Radfahren gekommen. Die fehlenden Radeinheiten versuchte ich mit etwas Indoor-Sport auszugleichen. Zu diesem Zweck ging ich öfters mal in Fitness-Center, um dort am Spinning-Training teilzunehmen.
Zurück zum Laufen! Die letzten Wochen hatte ich es geschafft 2-3 mal die Woche zu laufen. Ein langer Lauf von 18-25 Kilometer war meistens im Wochenplan enthalten. Aber all meine Läufe waren eher ruhige Einheiten. Bei den langen Läufen war ich mit einem 6 min. Schnitt pro Kilometer (oder langsamer) unterwegs. So konnte ich es überhaupt nicht gut einschätzen, welche Zeit ich momentan laufen konnte.
Als 1.Testwettkampf im neuen Jahr hatte ich mir den Halbmarathon in Kandel ausgesucht. Die schnelle und einfache Strecke kenne ich bereits von meinen zwei Starts beim Bienwald-Marathon. Ich war mir sicher, dass ich die 21 Kilometer lange Strecke mit einem 5er Schnitt laufen kann. Also hatte ich mit einer Endzeit um die 1:45 geliebäugelt.
So, nun mussten Taten folgen! Jetzt stand ich mit Michael (ein Triathlonkollege), Michael und Jürgen (vom Lauftreff) im Startblock. 10 Uhr - der Startschuss fiel und ich lief los. Natürlich wieder mal zu schnell! In meinem Marschplan hatte ich die ersten zwei Kilometer mit 5:15 Minuten geplant. Für mein Gefühl machte ich bewusst langsam. Bei der Zwischenzeit auf den ersten zwei Kilometern kam aber eine 4:50 und 5:00 heraus! Egal, es fühlte sich noch locker an und ich beschloss, weiter meinem Gefühl zu folgen. Auf den weiteren 10 Kilometern folgte ich einem Läuferpärchen, das sehr konstant lief. Sie lieferten Kilometer für Kilometer Zeiten um die 4:45. Jürgen und Michael vom Lauftreff waren mittlerweile außer Sichtweite, nur mein Teamkollege Michael blieb tapfer bei mir. Bei Kilometer 13 oder 14 bemerkten wir beide, dass „unsere Zugläufer“ nicht mehr das Tempo halten konnten. Kurz entschlossen nahmen wir das Heft in die Hand, genauer gesagt wir legten noch mal eine Schippe drauf ;-) Wir erhöhten das Tempo um 10 bis 15 Sekunden pro Kilometer. Es wurde sofort anstrengender, aber was soll es! Wir waren hier im Wettkampf und nicht in der "IKEA-Kinderwelt"!
Nach ein paar Kilometern mit dem höheren Tempo war plötzlich auch wieder Michael (vom Lauftreff) in Sichtweite. Aber auch dieser ließ sich auf den letzten Kilometern nicht lumpen. Er wollte noch an Jürgen dran kommen, aber der hatte wohl einen sehr guten Tag und war nicht mehr einzuholen. Am Ende lief jeder von unserm "Startblock-Quartett" unter 1 Stunde und 40 Minuten.
Im Ziel angekommen, fühlten sich meine Beine etwas "dick" an! Mit meiner Zeit war ich sehr zufrieden, aber jetzt werde ich mir erst einmal eine Ruhewoche gönnen!
Zurück zum Laufen! Die letzten Wochen hatte ich es geschafft 2-3 mal die Woche zu laufen. Ein langer Lauf von 18-25 Kilometer war meistens im Wochenplan enthalten. Aber all meine Läufe waren eher ruhige Einheiten. Bei den langen Läufen war ich mit einem 6 min. Schnitt pro Kilometer (oder langsamer) unterwegs. So konnte ich es überhaupt nicht gut einschätzen, welche Zeit ich momentan laufen konnte.
Als 1.Testwettkampf im neuen Jahr hatte ich mir den Halbmarathon in Kandel ausgesucht. Die schnelle und einfache Strecke kenne ich bereits von meinen zwei Starts beim Bienwald-Marathon. Ich war mir sicher, dass ich die 21 Kilometer lange Strecke mit einem 5er Schnitt laufen kann. Also hatte ich mit einer Endzeit um die 1:45 geliebäugelt.
So, nun mussten Taten folgen! Jetzt stand ich mit Michael (ein Triathlonkollege), Michael und Jürgen (vom Lauftreff) im Startblock. 10 Uhr - der Startschuss fiel und ich lief los. Natürlich wieder mal zu schnell! In meinem Marschplan hatte ich die ersten zwei Kilometer mit 5:15 Minuten geplant. Für mein Gefühl machte ich bewusst langsam. Bei der Zwischenzeit auf den ersten zwei Kilometern kam aber eine 4:50 und 5:00 heraus! Egal, es fühlte sich noch locker an und ich beschloss, weiter meinem Gefühl zu folgen. Auf den weiteren 10 Kilometern folgte ich einem Läuferpärchen, das sehr konstant lief. Sie lieferten Kilometer für Kilometer Zeiten um die 4:45. Jürgen und Michael vom Lauftreff waren mittlerweile außer Sichtweite, nur mein Teamkollege Michael blieb tapfer bei mir. Bei Kilometer 13 oder 14 bemerkten wir beide, dass „unsere Zugläufer“ nicht mehr das Tempo halten konnten. Kurz entschlossen nahmen wir das Heft in die Hand, genauer gesagt wir legten noch mal eine Schippe drauf ;-) Wir erhöhten das Tempo um 10 bis 15 Sekunden pro Kilometer. Es wurde sofort anstrengender, aber was soll es! Wir waren hier im Wettkampf und nicht in der "IKEA-Kinderwelt"!
Nach ein paar Kilometern mit dem höheren Tempo war plötzlich auch wieder Michael (vom Lauftreff) in Sichtweite. Aber auch dieser ließ sich auf den letzten Kilometern nicht lumpen. Er wollte noch an Jürgen dran kommen, aber der hatte wohl einen sehr guten Tag und war nicht mehr einzuholen. Am Ende lief jeder von unserm "Startblock-Quartett" unter 1 Stunde und 40 Minuten.
Im Ziel angekommen, fühlten sich meine Beine etwas "dick" an! Mit meiner Zeit war ich sehr zufrieden, aber jetzt werde ich mir erst einmal eine Ruhewoche gönnen!
Donnerstag, 1. Januar 2009
01. Hemsbacher Silvester-Hardcore-Marathon
Ich hatte das große Glück, einen der begehrten Startplätze zu ergattern ;-)
Ja, es war mal wieder so weit! Zum dritten Mal bot sich die Gelegenheit, in Hemsbach einen Marathon zu laufen. Das Beste war, dass der Termin auf den 31.12. gelegt wurde. Schon lange hatte ich nach einem Silvestermarathon in unserer Nähe gesucht. So einen Lauf zum Jahreswechsel gibt es nur ganz selten und in unserer Region wohl gar nicht! Bisher noch nicht ...
Danke Daniel, Danke Bernhard und ganz besonderen Danke an die vielen Helfer!!!

Ich hatte irgendwann im Oktober auf der Homepage vom LT Hemsbach von diesem Event gelesen. Alles war noch recht wage, aber wenn dieser Lauf statt finden sollte, wollte ich dabei sein! Also fing ich mal wieder an zu trainieren. Ich wollte mich die nächsten Wochen gut vorbereiten und gerne eine Zeit von unter 4:20h laufen. Mit der Vorbereitung es ging auch einige Zeit ganz gut, ich schaffte es immer mal wieder zu Laufen oder mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.
Es ging gut, bis Anfang Dezember unser Umzug ins eigene Heim nahte. Ab da wurde jede Lauf- und Radeinheit gestrichen. Ich bekam es nicht mehr auf die Reihe. Also musste der Silvestermarathon auch so gehen. Mein neuer Plan sollte jetzt "nur durchkommen" sein.
Selbst am 31.sten holte mich der "Alltag" von 2008 ein. Marion und ich hatte am Morgen noch die Wohnungsübergabe von unserer alten Wohnung. So kam ich erst eine halbe Stunde vor dem Start an der Förster-Braun-Hütte an. Ich konnte noch ein paar Worte mit alten Bekannten vom Lauftreff wechseln, bis es um kurz nach 9:00 Uhr auf die 5 Runden zum 1. Hemsbacher Silvester-Hardcore-Marathon ging. Mir war klar, dass ich diesen Lauf nur mit Vernunft überstehen werde. Also ließ ich es ruhig angehen. Die ersten 2 Runden à 9 km lief ich zusammen mit Michael. Bis dahin ging es ganz gut! In der 3 Runde setzte ich mich ein wenig von Michael ab und dachte, es würde so weiter gehen. Aber es kam mal wieder anders als man denkt. So bei Kilometer 23 holte mich der Mann mit dem Hammer ein und wenig später folgte ihm noch Michael. Er flog förmlich an mir vorbei und legte eine gute 4. und 5. Runde hin. Respekt! In den letzten 2 Runden wurde es für mich immer schwerer, aber mit der guten Verpflegung und ein paar netten Worten durch die Zuschauer und Helfer schaffte auch ich es ins Ziel. Hier nahm mich Marion nach knapp 5 Stunden in Empfang. Ich fühlte mich mal wieder ganz schon leer und brauchte einige Zeit um wieder "sinnvolle" Antworten geben zu können. Ich ließ diesen schönen Nachmittag mit einer heißen Suppe, einem Stück Kuchen und einem leckeren Läuferpunsch ausklingen.
Fazit: Für meinen nächsten Wettkampf sollte ich mal wieder sinnvoll trainieren!
Liebe Grüße und ein gutes neues Jahr
Ja, es war mal wieder so weit! Zum dritten Mal bot sich die Gelegenheit, in Hemsbach einen Marathon zu laufen. Das Beste war, dass der Termin auf den 31.12. gelegt wurde. Schon lange hatte ich nach einem Silvestermarathon in unserer Nähe gesucht. So einen Lauf zum Jahreswechsel gibt es nur ganz selten und in unserer Region wohl gar nicht! Bisher noch nicht ...
Danke Daniel, Danke Bernhard und ganz besonderen Danke an die vielen Helfer!!!
Ich hatte irgendwann im Oktober auf der Homepage vom LT Hemsbach von diesem Event gelesen. Alles war noch recht wage, aber wenn dieser Lauf statt finden sollte, wollte ich dabei sein! Also fing ich mal wieder an zu trainieren. Ich wollte mich die nächsten Wochen gut vorbereiten und gerne eine Zeit von unter 4:20h laufen. Mit der Vorbereitung es ging auch einige Zeit ganz gut, ich schaffte es immer mal wieder zu Laufen oder mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.
Es ging gut, bis Anfang Dezember unser Umzug ins eigene Heim nahte. Ab da wurde jede Lauf- und Radeinheit gestrichen. Ich bekam es nicht mehr auf die Reihe. Also musste der Silvestermarathon auch so gehen. Mein neuer Plan sollte jetzt "nur durchkommen" sein.
Selbst am 31.sten holte mich der "Alltag" von 2008 ein. Marion und ich hatte am Morgen noch die Wohnungsübergabe von unserer alten Wohnung. So kam ich erst eine halbe Stunde vor dem Start an der Förster-Braun-Hütte an. Ich konnte noch ein paar Worte mit alten Bekannten vom Lauftreff wechseln, bis es um kurz nach 9:00 Uhr auf die 5 Runden zum 1. Hemsbacher Silvester-Hardcore-Marathon ging. Mir war klar, dass ich diesen Lauf nur mit Vernunft überstehen werde. Also ließ ich es ruhig angehen. Die ersten 2 Runden à 9 km lief ich zusammen mit Michael. Bis dahin ging es ganz gut! In der 3 Runde setzte ich mich ein wenig von Michael ab und dachte, es würde so weiter gehen. Aber es kam mal wieder anders als man denkt. So bei Kilometer 23 holte mich der Mann mit dem Hammer ein und wenig später folgte ihm noch Michael. Er flog förmlich an mir vorbei und legte eine gute 4. und 5. Runde hin. Respekt! In den letzten 2 Runden wurde es für mich immer schwerer, aber mit der guten Verpflegung und ein paar netten Worten durch die Zuschauer und Helfer schaffte auch ich es ins Ziel. Hier nahm mich Marion nach knapp 5 Stunden in Empfang. Ich fühlte mich mal wieder ganz schon leer und brauchte einige Zeit um wieder "sinnvolle" Antworten geben zu können. Ich ließ diesen schönen Nachmittag mit einer heißen Suppe, einem Stück Kuchen und einem leckeren Läuferpunsch ausklingen.
Fazit: Für meinen nächsten Wettkampf sollte ich mal wieder sinnvoll trainieren!
Liebe Grüße und ein gutes neues Jahr
Mittwoch, 9. Juli 2008
Ein kleiner Funken hat das Sportlerherz entfacht!
Die meisten von euch wissen es bereits, Majon und ich haben ein kleines Häuschen gekauft. Als wir im November letzten Jahres den Kaufvertrag unterschrieben haben, wurden unserer sportlichen Ziele für 2008 zu Seite gelegt. Ab dem 15. Januar durften wir mit unseren Umbaumaßnahmen beginnen und schnell zeigte sich, dass es wohl mehr Sanierungsarbeiten werden. Aber egal! Für den Einzug ins Eigenheim hatten wir uns circa ein Jahr Zeit gegeben.
So machten wir fleißig unserer "Hausaufgaben"! Wir vergaßen völlig, dass es so etwas wie Sport und Wettkämpfe gab. Mein Leben ohne Sport zog sich bis Ende April. Ein kleiner netter Anruf von meinem Lauffreund Bernhard sollte einiges ändern. Er erinnerte Majon und mich dran, dass wir im Rahmen eines Grillfestes am "Paarlauf" teilnehmen wollten. Stimmt! Schlagartig fiel mir ein, dass wir beim Silvesterlauf zugesagt hatten und die schlappen 7 km auch ohne Training laufen könnten?! Ja, nur waren diese 7 km bereits zu 14 Kilometern geworden. Majon hatte einen anderen Termin, aber ich musste da jetzt wohl durch.
Zunächst konnte ich es überhaupt nicht fassen, wie man so schnell unsportlich werden kann! Aber ich zog ein kleines Trainingsprogramm durch und schaffte sogar die 2x 7 km beim Paarlauf in ca. 2x 35 Minuten. Diese gute Stunde reichte, um einen kleinen Schalter in mir umzulegen. Wettkampf! Das war es, was ich jetzt wollte! Ach ja, ich bin doch noch zum IronMan 2008 gemeldet!!!
Von diesem Zeitpunkt baute ich mein Training im Rahmen meiner Möglichkeiten auf. Ich begann wieder regelmäßig - mit dem Fahrrad – zur Arbeit zu fahren, machte kleine und mittlere Läufe. Ich merkte, dass ich wieder richtig Spaß am Training bekam. Mittlerweile war mein Gedanke so gefestigt, dass ich Majon von meinem IronMan Plan erzählte. Ihr fiel erst mal gar nichts mehr ein. Sie meinte, so verrückt kann nur einer sein (und recht hat sie). Was ich jetzt noch brauchte, waren ein paar längere Einheiten und einen guten Schlachtplan für den Wettkampf. Bei ersteren konnte ich mich voll und ganz auf Majon verlassen. Sie unterstützte mich und half mir meinen kurz Trainingsplan zu verwirklichen. Und auch bei meinem zweiten Problem "der Wettkampfstrategie" konnte sie mir mit ihrem Rat zur Seite stehen. Locker und ruhig in die Langdistanz starten!
Aber noch war es nicht soweit! Ich schaffte es bis Ende Juni 1.000 km zu radeln und 140 km zu laufen (sogar 2x 20 km). Doch wer sich auskennt, der sollte wissen, dass ein "Triathlon" aus drei Disziplinen besteht. Ja, Ja! DAS Schwimmen ... damit konnte ich mich derzeit überhaupt nicht anfreunden. Es hatte mir im letzten Jahr schon keine großen Spaß mehr gemacht! Aber jetzt mit all dem Bau-Stress konnte ich mich überhaupt nicht mehr damit anfreunden. So beschloss ich, dass ich diese erste der drei Pflichtübungen einfach nicht übe. Ganz schönes Selbstvertrauen? Oder einfach nur blauäugig? Das wird sich am Langener Waldsee entscheiden!
Samstag der 05.07.08: Allein dieser Tag war eine Herausforderung. 6-12 Uhr: Stress auf dem Bau. 14:00 Uhr: Mein Triathlon Freund Uwe (man sieht der fit aus) holte uns ab, um in Frankfurt die Startunterlagen zu holen. 15-16 Uhr: Startunterlagen holen und noch kurz über die Messe schlendern. 17-18 Uhr Fahrrad am Waldsee einchecken. 19 - 22 Uhr Schulfest von meiner Tochter. 24 Uhr: Ab ins Bett!
Sonntag 06.07.08: Heute ist es soweit (Oh, was hatte ich mir da auferlegt!?) mein fünfter IronMan Germany in Folge! Letztes Jahr war mein Ergebnis ganz schlecht (Asthma-Anfall). Aber dieses Jahr sollte knapp unter 13 Stunden mein Ziel sein. Doch das war nur mit Majon abgesprochen und auch sonst wussten nur Uwe und Michael von meinem Start. Dachte ich! Uwe hatte es bereits am Samstag in unser Triathlon Forum geschrieben, aber das war mir zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt! Also alles wie geplant ... ein Wettkampf ohne Druck und Bestzeit. Klasse fand ich, dass ich Anke und Steffi vom LT Hemsbach vor dem Start gesehen und gesprochen habe. Die waren natürlich völlig platt aber hocherfreut, dass ich heute starte!
7:00 Uhr: Der Startschuss fiel und ich machte mich aus der letzten Reihe (fast am Ufer) auf dem Weg für die 3,8 km "der Ungewissheit". Etwas Angst hatte ich schon! Die Strecke ist lang und ich hatte keine Ahnung, ob ich nicht schon in der 1. Runde zu Boden gehe! Als ich nach 36 Minuten den ersten Teilabschnitt geschafft hatte und nach einem kurzen Landgang in den 2. Streckenabschnitt startete, dachte ich noch, dass die Abschnitte gleich lang sind und ich mit ca. 1:15 Stunden aus dem Wasser steigen kann. Das war nicht so! Der zweite Teil war kürzer als der erste und ich konnte nach 1:06 Stunden aus dem Wasser steigen. Klasse, das war kaum langsamer als die Jahre zuvor mit viel Training. Jetzt ab zum Fahrrad!
8:15 Uhr: Ab auf die Radstrecke – "Frankfurt ich komme!" Auch das Fahrrad fahren ging ich ganz locker an. Hier brauchte ich die wenigste Angst zu haben. Ich war in diesem Jahr noch nie länger als 100 km gefahren, aber das war mir egal. Diese Disziplin liegt mir und da geht immer noch etwas. Mein positiver Gedanken verwirklichte sich und ich konnte locker die alt bekannte und für mich sehr reizvolle Streck abspulen. Zwischenzeitlich fand ich genügend Zeit mich mit Sonnenmilch einzukremen, mit Majon zu telefonieren (... mir geht es gut und ich liebe dich) und den anderen beim "Versuch" Fahrrad zu fahren zuzuschauen. Nach 5:45 Stunden / 180 km kam ich ins Ziel. Keine geile Zeit ... aber da war ja noch der Marathon!
13:55 Uhr: Ab auf die Laufstrecke und mal schauen wie viel Körner ich noch habe! Weiterhin war Vernunft gefragt! Der 6er Schnitt war für mich als Anfangstempo bestimmt zu hoch. Ich hatte aber - bewusst - nicht auf die Uhr geschaut und weiterhin versucht, mich nach meinem Gefühl zu richten. Gleich auf den ersten 500 m überholten mich die Top-Favoriten auf ihrer 3 Runde (Wahnsinn wie locker und schnell die da noch liefen!). Das Tempo war aber nicht meine Richtlatte. Ich wollte nur möglichst lange und gleichmäßig meine Kilometer abspulen. Auf der 10,5 km Runde (die man viermal durchlaufen musste) sah ich viele Freunde und Bekannte. Es war klasse, wer sich da alles auf den Weg nach Frankfurt gemacht hatte. Es ist eben immer wieder ein Erlebnis! Hier liegt Freude und Leid sowie Sieg und Niederlage ganz nah beieinander. Genau das Leid oder genauer das Leiden, sollten bei mir ab Kilometer 21 beginnen. Im Vorfeld hatte es sich schon angedeutet, mein Puls ging in den Keller ... der Akku war leer. Noch mal kurz zur Erinnerung: ich bin in diesem Jahr noch nie länger als heute gelaufen. Das war schon mehr als ich mir erhofft hatte. Aber das Ziel sollte auch noch möglich sein. Ich fing an, mich mit Cola zu versorgen, ich machte zwischendurch immer eine größere Laufpause und schaffte es so, anschließend wieder 4-6 Kilometer zu laufen. So mogelte ich mich von Kilometer zu Kilometer. Ende der 3 Runde schaute ich erstmals bewusst auf meine Zwischenzeit und stellte fest, dass ich "Majons Prognose" von einer 12 Stunden Zeit noch schaffen könnte. Das gab mir wieder den richtigen Elan für die letzte 10,5 km Runde und die letzten 200 m hoch zum Römerberg. Der Zielkanal am Römer geht immer wie von selbst (so eben bekomme ich eine Gänsehaut). Geschafft 11:39,... die Uhr bleibt stehen. Das war eine geile Nummer!!!

Majon meinte, dass sollte ich nicht schreiben ..., aber ich kann es nicht lassen: Ein IronMan geht fast ohne Training
(Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie bitte ihren Arzt oder Apotheker)
Fazit: Mir ging es wieder ganz schnell gut und ich bereue nicht, dass ich so verrückt war! (2. Fazit: Schwimmtrainer sind unnütz)
Schlusswort: Bei Bernhard vom LT möchte ich mich für den Zündfunken bedanken. Bei Majon für die Geduld und Hilfe in meiner Vorbereitung. Und natürlich bei allen Freunden und Bekannten, die mir auf der Strecke das Durchkommen erleichtert haben!
Spruch des Tages: Training ist was für Weicheier! (frei nach Stefan Kaul)
LG der größte Spinner vom Sommer 2008 ;-)
So machten wir fleißig unserer "Hausaufgaben"! Wir vergaßen völlig, dass es so etwas wie Sport und Wettkämpfe gab. Mein Leben ohne Sport zog sich bis Ende April. Ein kleiner netter Anruf von meinem Lauffreund Bernhard sollte einiges ändern. Er erinnerte Majon und mich dran, dass wir im Rahmen eines Grillfestes am "Paarlauf" teilnehmen wollten. Stimmt! Schlagartig fiel mir ein, dass wir beim Silvesterlauf zugesagt hatten und die schlappen 7 km auch ohne Training laufen könnten?! Ja, nur waren diese 7 km bereits zu 14 Kilometern geworden. Majon hatte einen anderen Termin, aber ich musste da jetzt wohl durch.
Zunächst konnte ich es überhaupt nicht fassen, wie man so schnell unsportlich werden kann! Aber ich zog ein kleines Trainingsprogramm durch und schaffte sogar die 2x 7 km beim Paarlauf in ca. 2x 35 Minuten. Diese gute Stunde reichte, um einen kleinen Schalter in mir umzulegen. Wettkampf! Das war es, was ich jetzt wollte! Ach ja, ich bin doch noch zum IronMan 2008 gemeldet!!!
Von diesem Zeitpunkt baute ich mein Training im Rahmen meiner Möglichkeiten auf. Ich begann wieder regelmäßig - mit dem Fahrrad – zur Arbeit zu fahren, machte kleine und mittlere Läufe. Ich merkte, dass ich wieder richtig Spaß am Training bekam. Mittlerweile war mein Gedanke so gefestigt, dass ich Majon von meinem IronMan Plan erzählte. Ihr fiel erst mal gar nichts mehr ein. Sie meinte, so verrückt kann nur einer sein (und recht hat sie). Was ich jetzt noch brauchte, waren ein paar längere Einheiten und einen guten Schlachtplan für den Wettkampf. Bei ersteren konnte ich mich voll und ganz auf Majon verlassen. Sie unterstützte mich und half mir meinen kurz Trainingsplan zu verwirklichen. Und auch bei meinem zweiten Problem "der Wettkampfstrategie" konnte sie mir mit ihrem Rat zur Seite stehen. Locker und ruhig in die Langdistanz starten!
Aber noch war es nicht soweit! Ich schaffte es bis Ende Juni 1.000 km zu radeln und 140 km zu laufen (sogar 2x 20 km). Doch wer sich auskennt, der sollte wissen, dass ein "Triathlon" aus drei Disziplinen besteht. Ja, Ja! DAS Schwimmen ... damit konnte ich mich derzeit überhaupt nicht anfreunden. Es hatte mir im letzten Jahr schon keine großen Spaß mehr gemacht! Aber jetzt mit all dem Bau-Stress konnte ich mich überhaupt nicht mehr damit anfreunden. So beschloss ich, dass ich diese erste der drei Pflichtübungen einfach nicht übe. Ganz schönes Selbstvertrauen? Oder einfach nur blauäugig? Das wird sich am Langener Waldsee entscheiden!
Samstag der 05.07.08: Allein dieser Tag war eine Herausforderung. 6-12 Uhr: Stress auf dem Bau. 14:00 Uhr: Mein Triathlon Freund Uwe (man sieht der fit aus) holte uns ab, um in Frankfurt die Startunterlagen zu holen. 15-16 Uhr: Startunterlagen holen und noch kurz über die Messe schlendern. 17-18 Uhr Fahrrad am Waldsee einchecken. 19 - 22 Uhr Schulfest von meiner Tochter. 24 Uhr: Ab ins Bett!
Sonntag 06.07.08: Heute ist es soweit (Oh, was hatte ich mir da auferlegt!?) mein fünfter IronMan Germany in Folge! Letztes Jahr war mein Ergebnis ganz schlecht (Asthma-Anfall). Aber dieses Jahr sollte knapp unter 13 Stunden mein Ziel sein. Doch das war nur mit Majon abgesprochen und auch sonst wussten nur Uwe und Michael von meinem Start. Dachte ich! Uwe hatte es bereits am Samstag in unser Triathlon Forum geschrieben, aber das war mir zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt! Also alles wie geplant ... ein Wettkampf ohne Druck und Bestzeit. Klasse fand ich, dass ich Anke und Steffi vom LT Hemsbach vor dem Start gesehen und gesprochen habe. Die waren natürlich völlig platt aber hocherfreut, dass ich heute starte!
7:00 Uhr: Der Startschuss fiel und ich machte mich aus der letzten Reihe (fast am Ufer) auf dem Weg für die 3,8 km "der Ungewissheit". Etwas Angst hatte ich schon! Die Strecke ist lang und ich hatte keine Ahnung, ob ich nicht schon in der 1. Runde zu Boden gehe! Als ich nach 36 Minuten den ersten Teilabschnitt geschafft hatte und nach einem kurzen Landgang in den 2. Streckenabschnitt startete, dachte ich noch, dass die Abschnitte gleich lang sind und ich mit ca. 1:15 Stunden aus dem Wasser steigen kann. Das war nicht so! Der zweite Teil war kürzer als der erste und ich konnte nach 1:06 Stunden aus dem Wasser steigen. Klasse, das war kaum langsamer als die Jahre zuvor mit viel Training. Jetzt ab zum Fahrrad!
8:15 Uhr: Ab auf die Radstrecke – "Frankfurt ich komme!" Auch das Fahrrad fahren ging ich ganz locker an. Hier brauchte ich die wenigste Angst zu haben. Ich war in diesem Jahr noch nie länger als 100 km gefahren, aber das war mir egal. Diese Disziplin liegt mir und da geht immer noch etwas. Mein positiver Gedanken verwirklichte sich und ich konnte locker die alt bekannte und für mich sehr reizvolle Streck abspulen. Zwischenzeitlich fand ich genügend Zeit mich mit Sonnenmilch einzukremen, mit Majon zu telefonieren (... mir geht es gut und ich liebe dich) und den anderen beim "Versuch" Fahrrad zu fahren zuzuschauen. Nach 5:45 Stunden / 180 km kam ich ins Ziel. Keine geile Zeit ... aber da war ja noch der Marathon!
13:55 Uhr: Ab auf die Laufstrecke und mal schauen wie viel Körner ich noch habe! Weiterhin war Vernunft gefragt! Der 6er Schnitt war für mich als Anfangstempo bestimmt zu hoch. Ich hatte aber - bewusst - nicht auf die Uhr geschaut und weiterhin versucht, mich nach meinem Gefühl zu richten. Gleich auf den ersten 500 m überholten mich die Top-Favoriten auf ihrer 3 Runde (Wahnsinn wie locker und schnell die da noch liefen!). Das Tempo war aber nicht meine Richtlatte. Ich wollte nur möglichst lange und gleichmäßig meine Kilometer abspulen. Auf der 10,5 km Runde (die man viermal durchlaufen musste) sah ich viele Freunde und Bekannte. Es war klasse, wer sich da alles auf den Weg nach Frankfurt gemacht hatte. Es ist eben immer wieder ein Erlebnis! Hier liegt Freude und Leid sowie Sieg und Niederlage ganz nah beieinander. Genau das Leid oder genauer das Leiden, sollten bei mir ab Kilometer 21 beginnen. Im Vorfeld hatte es sich schon angedeutet, mein Puls ging in den Keller ... der Akku war leer. Noch mal kurz zur Erinnerung: ich bin in diesem Jahr noch nie länger als heute gelaufen. Das war schon mehr als ich mir erhofft hatte. Aber das Ziel sollte auch noch möglich sein. Ich fing an, mich mit Cola zu versorgen, ich machte zwischendurch immer eine größere Laufpause und schaffte es so, anschließend wieder 4-6 Kilometer zu laufen. So mogelte ich mich von Kilometer zu Kilometer. Ende der 3 Runde schaute ich erstmals bewusst auf meine Zwischenzeit und stellte fest, dass ich "Majons Prognose" von einer 12 Stunden Zeit noch schaffen könnte. Das gab mir wieder den richtigen Elan für die letzte 10,5 km Runde und die letzten 200 m hoch zum Römerberg. Der Zielkanal am Römer geht immer wie von selbst (so eben bekomme ich eine Gänsehaut). Geschafft 11:39,... die Uhr bleibt stehen. Das war eine geile Nummer!!!

Majon meinte, dass sollte ich nicht schreiben ..., aber ich kann es nicht lassen: Ein IronMan geht fast ohne Training
Fazit: Mir ging es wieder ganz schnell gut und ich bereue nicht, dass ich so verrückt war! (2. Fazit: Schwimmtrainer sind unnütz)
Schlusswort: Bei Bernhard vom LT möchte ich mich für den Zündfunken bedanken. Bei Majon für die Geduld und Hilfe in meiner Vorbereitung. Und natürlich bei allen Freunden und Bekannten, die mir auf der Strecke das Durchkommen erleichtert haben!
Spruch des Tages: Training ist was für Weicheier! (frei nach Stefan Kaul)
LG der größte Spinner vom Sommer 2008 ;-)
Dienstag, 1. Januar 2008
Silvesterlauf ...
Heute war ich und meine Freundin Majon beim Silvesterlauf vom LT Hemsbach. In den letzten zwei Monaten bin ich gerade einmal 60 Kilometer gelaufen. Ich glaube Majon ist noch weniger gelaufen. In der letzten Wochen hatten wir viel zu erledigen und somit nur wenig Zeit fürs Training. Aber so ein lockerer Dauerlauf - ohne Stoppuhr - geht immer noch. Uns hat es sehr gefreut mal wieder die Leute vom Lauftreff zu sehen und mit ihnen eine Runde zu laufen. Zwischendurch haben wir ein paar Fotos gemacht. Leider sind die wenigsten Bilder etwas geworden. Die Witterung war kalt, leicht nebelig, aber sonst ganz gut! Ich vermute, dass wegen des guten Wetters auch so viele Läufer am Start waren. Nach dem Zieleinlauf haben wir zuerst trockenen Klamotten angezogen, um uns anschließend mit unseren Lauftreff Freunden an der Förster-Braun-Hütte zum Glühwein-Plausch treffen. Im neuen Jahr will ich wieder etwas fleißiger sein!





















Montag, 29. Oktober 2007
Hammermann-Marathon
Yiiippiiiieee, endlich ist es soweit. Heute startete ich beim Frankfurt Marathon. Nach 7 Wochen Vorbereitung - bei denen ich 10 Tage mit einer Bronchitis zu kämpfen hatte - fühlte ich mich für die 42,195 Kilometer gut gerüstet.
Heute früh bin ich mit Majon, Bernhard und Gerald (Freunde vom Lauftreff) nach Frankfurt gefahren. Wir waren früh dort und in den großen Hallen des Messegeländes fanden sich immer mehr Bekannte zusammen. Bis zum Start nutzten wir die Gelegenheit, uns mit unseren Freunden zu unterhalten.
Ich verabschiedete mich von meinen Lauftreffkollegen Wolfgang und Nadja sowie von meinem Schatz Majon. Die drei hatten die Aufgabe uns anzufeuern. Unsere Topläufer vom LT Hemsbach Roland und Christoph machten sich auf den Weg in den Drei-Stunden-Startblock. Ich begab mich mit Bernhard und Gerald in unseren Startblock. Unsere persönliche Vorgabe waren 3:30 Std. und ich hatte die Ehre, Gerald bei seinem 100.sten Marathon zu begleiten.
Als um 10:00 Uhr der Startschuss fiel, machten wir uns mit den übrigen 15.000 Läufern auf den Weg. Eine erste kleine Runde führte uns nach 7 Kilometer wieder am Start vorbei. Gerald und ich hatten das Rennen ruhig begonnen. Wir wurden von ein paar Freunden angefeuert, überquerten bei Kilometer 11 den Main und machten uns auf unseren langen Weg nach Frankfurt Höchst. Trotz der ruhigeren Atmosphäre in den Außenbezirken genoss ich den Lauf sehr und hatte viel Spaß am Laufen; vielleicht zu viel Spaß. Denn hier in Höchst - bei ca. Kilometer 27 - merkte ich erstmals, dass ich den fünfer Schnitt von Gerald nicht mehr halten konnte. Wie bereits abgesprochen, ließ ich ihn seinen Weg ziehen.
Ich traf Majon nochmal und freute mich, dass mein treuster Fan den Weg bis hierher gefunden hatte. Tja, und nun ging mein Weg weiter. Es sollte noch ein recht langer werden. Ab Kilometer 30 ging nicht mehr viel und die Strecke zurück in die Frankfurter Innenstadt zog sich hin wie Kaugummi. Doch auf den letzten 7 Kilometern - als die Stimmung an der Strecke wieder besser wurde - bekam ich einen zweiten Wind. Endlich traf ich auch wieder meine Fans und freute mich auf den Zieleinlauf in der Frankfurter Festhalle. Dieser Zieleinlauf auf rotem Teppich ist leider nur von kurzer Dauer, da man verständlicherweise den Zielbereich für die anderen Läufer räumen muss. Heute blieb die Uhr bei 3:37:00 Std. für mich stehen.
Kurz nach meinem Zieleinlauf traf ich im Verpflegungsbereich Gerald wieder. Er hatte die vorgenommenen 3:30 Std. auch nicht geschafft, aber seinen 100.sten Marathon konnte ihm keiner mehr nehmen. Glückwunsch!!!!
Kurz drauf traf ich noch Bernie, einen Laufkollegen von den Streakrunners. Wir hielten einen kurzen Plausch, trennten uns aber schnell, um aus den nassen Klamotten zu kommen. Bei ca. 10° C Außentemperatur war es zum Laufen zwar ideal, aber ansonsten schon recht frisch. Aus diesem Grund verzichtete ich auch auf eine kalte Dusche im zugigen Parkbereich des Messe, sondern zog das Waschen mit einem selbst mitgebrachten Waschlappen vor. Zu Hause angekommen genoss ich ein warmes Bad.
Ein besonderer Dank gilt nochmals meinen Fans Majon, Anke, Steffi, Nadja, Diana, Wolfgang, Markus und Matthias und allen anderen 250.000. Ein weiterer Dank gilt meinem Freund und Gönner "Herbert Stöcker".
Ich verabschiedete mich von meinen Lauftreffkollegen Wolfgang und Nadja sowie von meinem Schatz Majon. Die drei hatten die Aufgabe uns anzufeuern. Unsere Topläufer vom LT Hemsbach Roland und Christoph machten sich auf den Weg in den Drei-Stunden-Startblock. Ich begab mich mit Bernhard und Gerald in unseren Startblock. Unsere persönliche Vorgabe waren 3:30 Std. und ich hatte die Ehre, Gerald bei seinem 100.sten Marathon zu begleiten.
Als um 10:00 Uhr der Startschuss fiel, machten wir uns mit den übrigen 15.000 Läufern auf den Weg. Eine erste kleine Runde führte uns nach 7 Kilometer wieder am Start vorbei. Gerald und ich hatten das Rennen ruhig begonnen. Wir wurden von ein paar Freunden angefeuert, überquerten bei Kilometer 11 den Main und machten uns auf unseren langen Weg nach Frankfurt Höchst. Trotz der ruhigeren Atmosphäre in den Außenbezirken genoss ich den Lauf sehr und hatte viel Spaß am Laufen; vielleicht zu viel Spaß. Denn hier in Höchst - bei ca. Kilometer 27 - merkte ich erstmals, dass ich den fünfer Schnitt von Gerald nicht mehr halten konnte. Wie bereits abgesprochen, ließ ich ihn seinen Weg ziehen. Ich traf Majon nochmal und freute mich, dass mein treuster Fan den Weg bis hierher gefunden hatte. Tja, und nun ging mein Weg weiter. Es sollte noch ein recht langer werden. Ab Kilometer 30 ging nicht mehr viel und die Strecke zurück in die Frankfurter Innenstadt zog sich hin wie Kaugummi. Doch auf den letzten 7 Kilometern - als die Stimmung an der Strecke wieder besser wurde - bekam ich einen zweiten Wind. Endlich traf ich auch wieder meine Fans und freute mich auf den Zieleinlauf in der Frankfurter Festhalle. Dieser Zieleinlauf auf rotem Teppich ist leider nur von kurzer Dauer, da man verständlicherweise den Zielbereich für die anderen Läufer räumen muss. Heute blieb die Uhr bei 3:37:00 Std. für mich stehen.
Kurz nach meinem Zieleinlauf traf ich im Verpflegungsbereich Gerald wieder. Er hatte die vorgenommenen 3:30 Std. auch nicht geschafft, aber seinen 100.sten Marathon konnte ihm keiner mehr nehmen. Glückwunsch!!!!
Kurz drauf traf ich noch Bernie, einen Laufkollegen von den Streakrunners. Wir hielten einen kurzen Plausch, trennten uns aber schnell, um aus den nassen Klamotten zu kommen. Bei ca. 10° C Außentemperatur war es zum Laufen zwar ideal, aber ansonsten schon recht frisch. Aus diesem Grund verzichtete ich auch auf eine kalte Dusche im zugigen Parkbereich des Messe, sondern zog das Waschen mit einem selbst mitgebrachten Waschlappen vor. Zu Hause angekommen genoss ich ein warmes Bad.
Ein besonderer Dank gilt nochmals meinen Fans Majon, Anke, Steffi, Nadja, Diana, Wolfgang, Markus und Matthias und allen anderen 250.000. Ein weiterer Dank gilt meinem Freund und Gönner "Herbert Stöcker".
Mittwoch, 4. Juli 2007
Ein Ironman?!?!
Oder doch nur ein Mensch aus Fleisch und Blut?!
Vorgestern war es mal wieder soweit, mein vierter Start beim IronMan in Frankfurt stand mir bevor. Die Vorzeichen zu diesem Wettkampf waren recht gut. Die Witterung war genial, die Lufttemperaturen waren mild und Petrus schien uns auch gut gesonnen zu sein - also genau richtig, um in den „längsten Tag des Jahres“ zu starten. Bereits beim Schwimmstart sollen sich laut dem Veranstalter 18.000 Zuschauer am Langener Waldsee eingefunden haben. Die Stimmung am See war wieder einmal unglaublich und man spürte die Anspannung unter den 2.200 Athleten aus 40 Ländern ganz deutlich. Auch ich stand die letzten Tage unter „Strom“ und war mit großen Erwartungen hierher gekommen!
Ich fühlte mich gut regeneriert und auch im Vorfeld lief mein Training gut und ohne große Zwischenfälle. Na ja, mal ein kleiner Infekt oder etwas Schmerzen am Knie, aber nichts, was mich wirklich in der Vorbereitung gehindert hätte. Immerhin konnte ich in den vergangenen letzten 6 Monaten über 430 Stunden trainieren und hierbei 90 km Schwimmen, 5155 km Radfahren, 1475 km Laufen und an dem einen oder anderen ungemütlicheren Tagen ins Fitness Center gehen. Unterstützt in meinem Optimismus fühlte ich mich durch zwei neue persönliche Bestzeit, die ich im Frühjahr über die Marathondistanz sowie auf der Zehnkilometerstrecke aufstellen konnte.
Nun zurück zum Wettkampftag! Zum Glück durften wir an diesem Tag bei einer Wassertemperatur um die 19 Grad mit Neopren schwimmen. Da ich beim Start gut wegkommen wollte, suchte ich mir einen Startplatz, der eine direkte Linie zum ersten Wendepunkt bildete. Der Startschuss erfolgte pünktlich um 07:00 Uhr und die „Keulerei“ begann. Während des Schwimmens konnte ich nicht in meinen üblichen Atemrhythmus finden und hatte auf den letzten 500 Metern mit Wadenkrämpfen zu tun. Die Zwischenzeit war dennoch soweit in Ordnung. Eine gute Stunde später und dem Ziel 3,8 km näher stieg ich aus dem Wasser.
Etwas orientierungslos irrte ich durch die Wechselzone und stieg gegen 08:15 Uhr aufs Rad. Ich machte mich auf den Weg, die ersten ca. 13 Kilometer in Richtung Frankfurt Mainkai unter die Räder zu nehmen. Hier beginnt die erste der zwei großen Runden, die quer durch den Main-Kinzig-Kreis und Wetterau-Kreis führen. Mit dem äußersten Wendepunkt – ganz nördlich - in Bad Nauheim führt die Route zurück in Richtung Süden. Mit einer letzten und gemeinen Steigung, dem "Heartbreak-Hill" in Bad Vilbel, geht es von dort fast nur noch bergab in die Frankfurter Innenstadt. Diese Runde mit ihren ca. 500 Höhenmetern muss zweimal gefahren werden. Insbesondere in der zweiten Runde fielen mir die kurzen, aber teilweise seht „knackigen“ Anstiege sehr schwer. Spätestens hier merkte ich, dass es nicht mein erwünschter guter Tag war. Ich hatte den Eindruck, ich könne „meinen Motor“ nur zu 60% belasten - in der Form von Atemnot schaltete der Drehzahlbegrenzer sofort ab. Da so ein Wettkampftag sehr lang ist und erfahrungsgemäß viele Höhen und Tiefen mit sich bringt, hoffte ich, mich wieder zu fangen. Ich absolvierte die 180 km Radtour in einer Zeit von 5 ½ Stunden. Für meine Lieblingsdisziplin und meine sportlichen Ansprüche ist das eine schlechte Zeit. Gedanklich hakte ich diese Teilstrecke ab, um mich auf den bevorstehenden Marathon konzentrieren zu können.
Zu diesem Zeitpunkt stand für die Topathleten bereits die letzte der 4 x 10,5 km langen Laufrunden entlang des Mainufers auf dem Tagesplan, an deren Spitze sich Timo Bracht letztendlich mit einer Gesamtzeit von 8:09:15 gegen den starken Läufer (Marathonbestzeit von 2:23 Std.) Michael Göhner durchsetzen konnte. Die größten Favoriten Faris Al-Sultan (Weltmeister 2005) mussten sich mit Platz 6 zufrieden geben bzw. Normann Stadler (Doppelweltmeister 2004 und 2006) durfte sich nach seinem „Arbeitstag“ mit einer vorzeitigen Aufgabe wegen Rückenproblemen auseinandersetzen.
Nach dem kurzen Blick auf die Ergebnisse der Topleuten nun zurück zu meinem Tageswerk. Wie bereits angesprochen, sollte nun mein Marathon folgen. Planmäßig versuchte ich nach dem zweiten und guten Wechsel (Helm und Radschuhe weg – Laufschuhe an) ruhig meinen Lauf zu beginnen. Es sollte bei dem Versuch bleiben! Ich lief langsam - langsamer ging nicht mehr. Schon nach ein paar Schritten war ich völlig außer Atem. So wechselte ich immer wieder zwischen Luft holen und los Laufen, bis ich ans erste Zelt der netten Leute vom Roten Kreuz kam. Dort ließ ich meinen Puls und Blutdruck überprüfen. Die Werte waren für die Belastung in Ordnung (der Puls war nach etwas Ruhe bei ca. 70 Schläge und der Blutdruck mit 180 zu 140 wohl nicht so schlecht). Also wurde ich wieder in Richtung Laufstrecke entlassen und durfte die nächsten 41 km in Angriff nehmen. Mein Weg führte mich nur bis ins ca. 2 km entfernte, nächste Sanizelt. Ich wollte es genauer wissen und ließ mich noch einmal untersuchen. Bis auf ein leichtes „Rasseln“ beim Abhören der Lunge, konnte der Doc nichts Schlimmes feststellen. Sobald er mir etwas wirklich Hilfreiches aus seinem Köfferchen geben würde, müsste er mich aus dem Wettkampf nehmen (meinte er). Aus seiner Sicht sollte ich es mal ganz ruhig und nicht überehrgeizig, mit einem lockeren Laufen versuchen. Nein, das war doch nicht das, was ich hören wollte. Ich hätte doch jemand gebrauchen können, der mir die Entscheidung abnimmt und mir das Weitermachen verbietet. Der Doktor war es wohl nicht! Nach kurzem Ausruhen und ein paar Minuten Nachdenken ließ ich mir das Blutdruckmessgerät abklemmen und machte mich vom „Acker“. Immerhin hatte ich schon fast ein 10´tel meiner Laufstrecke hinter mir. Ich hatte mich im Vorfeld weit genug aus dem Fenster gelehnt, meine Freunde zum Zuschauen animiert und mir selbst hohe Ziele gesteckt. Nein! So schnell gebe ich nicht auf. Ab jetzt sollte wieder mein Willen über mich herrschen und mir den Weg bis ins Ziel zeigen. Leider hat er immer mal wieder versucht, mich zu verlassen. An der nächsten Verpflegungsstelle konnte ich ihn jedoch immer wieder finden. Nach knapp einem Viertel der Distanz hatte ich endlich einen Pulsbereich gefunden, in dem ich meinen Wettkampf fortsetzen konnte. Bei einem Pulsschlag von unter 130 hielten sich die Atmung und die Sauerstoffzufuhr für die Muskulatur so im Gleichgewicht, dass ich mich joggenderweise fortbewegen konnte. Das war zwar nicht sehr effektiv und keinenfalls schnell, aber es brachte mich Stück für Stück dem „neuen“ (aber doch so alten) Ziel näher. Hauptsache ich bringe meinen Wettkampf zu Ende und überquere vor dem Zeitlimit die Ziellinie. So habe ich es am Ende geschafft! Mit einer tollen Marathon-„Schlechtzeit“ von 6:11 Std., konnte ich kurz vor 20:00 Uhr mit knapp 13 Stunden meinen vierten IronMan beenden. Unzufrieden mit meiner Tagesform, überzeugt von meinem Willen und überwältigt vom Zuspruch meiner Freunde, fiel ich dort zunächst einmal ins Wechselbad der Gefühle! Viele meiner Freunde hatten sich die Zeit genommen, mich an der Strecke zu unterstützen und einige sind sogar bis zu meiner Zielankunft an der „Finisherline“ geblieben. Solche Freunde braucht auch ein Eisenmann!
Gestern ging es mir schon besser und meine Atmung hat sich wieder etwas erholt! Leider musste ich noch eine zweite sportliche Niederlage einstecken. Nach 156 Tagen täglich Laufen war es gestern soweit: ich konnte meine Meile am 157. Tag nicht laufen. Ich habe es zwar versucht, aber nach 20 Minuten gehen und traben, musste ich feststellen, dass meine Atemnot noch kein Laufen zulässt. Etwas frustriert - aber stolz auf meine Vernunft - habe ich diesen Versuch abgebrochen. Gott sei Dank hat auch mein Ehrgeiz seine Grenze!
Heute Morgen war ich beim Lungen-Facharzt. Zum Glück alles ohne einen auffälligen Befund. Es geht mir auch schon viel besser und ich hoffe ich werde mich schnell wieder erholen. Ich kann es zwar immer noch nicht nachvollziehen, was da los war, aber ich werde es wohl so hinnehmen müssen!
Das Schreiben von den paar Zeilen hat mich eine Menge Zeit gekostet – denn ich bin in Sport besser als in Deutsch – aber es hat mir richtig gut getan. Und ich werde wohl niemanden erzählen müssen, dass der nächste IronMan oder Streak bereits geplant ist!
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LG Ritchy
Vorgestern war es mal wieder soweit, mein vierter Start beim IronMan in Frankfurt stand mir bevor. Die Vorzeichen zu diesem Wettkampf waren recht gut. Die Witterung war genial, die Lufttemperaturen waren mild und Petrus schien uns auch gut gesonnen zu sein - also genau richtig, um in den „längsten Tag des Jahres“ zu starten. Bereits beim Schwimmstart sollen sich laut dem Veranstalter 18.000 Zuschauer am Langener Waldsee eingefunden haben. Die Stimmung am See war wieder einmal unglaublich und man spürte die Anspannung unter den 2.200 Athleten aus 40 Ländern ganz deutlich. Auch ich stand die letzten Tage unter „Strom“ und war mit großen Erwartungen hierher gekommen!
Ich fühlte mich gut regeneriert und auch im Vorfeld lief mein Training gut und ohne große Zwischenfälle. Na ja, mal ein kleiner Infekt oder etwas Schmerzen am Knie, aber nichts, was mich wirklich in der Vorbereitung gehindert hätte. Immerhin konnte ich in den vergangenen letzten 6 Monaten über 430 Stunden trainieren und hierbei 90 km Schwimmen, 5155 km Radfahren, 1475 km Laufen und an dem einen oder anderen ungemütlicheren Tagen ins Fitness Center gehen. Unterstützt in meinem Optimismus fühlte ich mich durch zwei neue persönliche Bestzeit, die ich im Frühjahr über die Marathondistanz sowie auf der Zehnkilometerstrecke aufstellen konnte.
Nun zurück zum Wettkampftag! Zum Glück durften wir an diesem Tag bei einer Wassertemperatur um die 19 Grad mit Neopren schwimmen. Da ich beim Start gut wegkommen wollte, suchte ich mir einen Startplatz, der eine direkte Linie zum ersten Wendepunkt bildete. Der Startschuss erfolgte pünktlich um 07:00 Uhr und die „Keulerei“ begann. Während des Schwimmens konnte ich nicht in meinen üblichen Atemrhythmus finden und hatte auf den letzten 500 Metern mit Wadenkrämpfen zu tun. Die Zwischenzeit war dennoch soweit in Ordnung. Eine gute Stunde später und dem Ziel 3,8 km näher stieg ich aus dem Wasser.
Etwas orientierungslos irrte ich durch die Wechselzone und stieg gegen 08:15 Uhr aufs Rad. Ich machte mich auf den Weg, die ersten ca. 13 Kilometer in Richtung Frankfurt Mainkai unter die Räder zu nehmen. Hier beginnt die erste der zwei großen Runden, die quer durch den Main-Kinzig-Kreis und Wetterau-Kreis führen. Mit dem äußersten Wendepunkt – ganz nördlich - in Bad Nauheim führt die Route zurück in Richtung Süden. Mit einer letzten und gemeinen Steigung, dem "Heartbreak-Hill" in Bad Vilbel, geht es von dort fast nur noch bergab in die Frankfurter Innenstadt. Diese Runde mit ihren ca. 500 Höhenmetern muss zweimal gefahren werden. Insbesondere in der zweiten Runde fielen mir die kurzen, aber teilweise seht „knackigen“ Anstiege sehr schwer. Spätestens hier merkte ich, dass es nicht mein erwünschter guter Tag war. Ich hatte den Eindruck, ich könne „meinen Motor“ nur zu 60% belasten - in der Form von Atemnot schaltete der Drehzahlbegrenzer sofort ab. Da so ein Wettkampftag sehr lang ist und erfahrungsgemäß viele Höhen und Tiefen mit sich bringt, hoffte ich, mich wieder zu fangen. Ich absolvierte die 180 km Radtour in einer Zeit von 5 ½ Stunden. Für meine Lieblingsdisziplin und meine sportlichen Ansprüche ist das eine schlechte Zeit. Gedanklich hakte ich diese Teilstrecke ab, um mich auf den bevorstehenden Marathon konzentrieren zu können.
Zu diesem Zeitpunkt stand für die Topathleten bereits die letzte der 4 x 10,5 km langen Laufrunden entlang des Mainufers auf dem Tagesplan, an deren Spitze sich Timo Bracht letztendlich mit einer Gesamtzeit von 8:09:15 gegen den starken Läufer (Marathonbestzeit von 2:23 Std.) Michael Göhner durchsetzen konnte. Die größten Favoriten Faris Al-Sultan (Weltmeister 2005) mussten sich mit Platz 6 zufrieden geben bzw. Normann Stadler (Doppelweltmeister 2004 und 2006) durfte sich nach seinem „Arbeitstag“ mit einer vorzeitigen Aufgabe wegen Rückenproblemen auseinandersetzen.
Nach dem kurzen Blick auf die Ergebnisse der Topleuten nun zurück zu meinem Tageswerk. Wie bereits angesprochen, sollte nun mein Marathon folgen. Planmäßig versuchte ich nach dem zweiten und guten Wechsel (Helm und Radschuhe weg – Laufschuhe an) ruhig meinen Lauf zu beginnen. Es sollte bei dem Versuch bleiben! Ich lief langsam - langsamer ging nicht mehr. Schon nach ein paar Schritten war ich völlig außer Atem. So wechselte ich immer wieder zwischen Luft holen und los Laufen, bis ich ans erste Zelt der netten Leute vom Roten Kreuz kam. Dort ließ ich meinen Puls und Blutdruck überprüfen. Die Werte waren für die Belastung in Ordnung (der Puls war nach etwas Ruhe bei ca. 70 Schläge und der Blutdruck mit 180 zu 140 wohl nicht so schlecht). Also wurde ich wieder in Richtung Laufstrecke entlassen und durfte die nächsten 41 km in Angriff nehmen. Mein Weg führte mich nur bis ins ca. 2 km entfernte, nächste Sanizelt. Ich wollte es genauer wissen und ließ mich noch einmal untersuchen. Bis auf ein leichtes „Rasseln“ beim Abhören der Lunge, konnte der Doc nichts Schlimmes feststellen. Sobald er mir etwas wirklich Hilfreiches aus seinem Köfferchen geben würde, müsste er mich aus dem Wettkampf nehmen (meinte er). Aus seiner Sicht sollte ich es mal ganz ruhig und nicht überehrgeizig, mit einem lockeren Laufen versuchen. Nein, das war doch nicht das, was ich hören wollte. Ich hätte doch jemand gebrauchen können, der mir die Entscheidung abnimmt und mir das Weitermachen verbietet. Der Doktor war es wohl nicht! Nach kurzem Ausruhen und ein paar Minuten Nachdenken ließ ich mir das Blutdruckmessgerät abklemmen und machte mich vom „Acker“. Immerhin hatte ich schon fast ein 10´tel meiner Laufstrecke hinter mir. Ich hatte mich im Vorfeld weit genug aus dem Fenster gelehnt, meine Freunde zum Zuschauen animiert und mir selbst hohe Ziele gesteckt. Nein! So schnell gebe ich nicht auf. Ab jetzt sollte wieder mein Willen über mich herrschen und mir den Weg bis ins Ziel zeigen. Leider hat er immer mal wieder versucht, mich zu verlassen. An der nächsten Verpflegungsstelle konnte ich ihn jedoch immer wieder finden. Nach knapp einem Viertel der Distanz hatte ich endlich einen Pulsbereich gefunden, in dem ich meinen Wettkampf fortsetzen konnte. Bei einem Pulsschlag von unter 130 hielten sich die Atmung und die Sauerstoffzufuhr für die Muskulatur so im Gleichgewicht, dass ich mich joggenderweise fortbewegen konnte. Das war zwar nicht sehr effektiv und keinenfalls schnell, aber es brachte mich Stück für Stück dem „neuen“ (aber doch so alten) Ziel näher. Hauptsache ich bringe meinen Wettkampf zu Ende und überquere vor dem Zeitlimit die Ziellinie. So habe ich es am Ende geschafft! Mit einer tollen Marathon-„Schlechtzeit“ von 6:11 Std., konnte ich kurz vor 20:00 Uhr mit knapp 13 Stunden meinen vierten IronMan beenden. Unzufrieden mit meiner Tagesform, überzeugt von meinem Willen und überwältigt vom Zuspruch meiner Freunde, fiel ich dort zunächst einmal ins Wechselbad der Gefühle! Viele meiner Freunde hatten sich die Zeit genommen, mich an der Strecke zu unterstützen und einige sind sogar bis zu meiner Zielankunft an der „Finisherline“ geblieben. Solche Freunde braucht auch ein Eisenmann!
Gestern ging es mir schon besser und meine Atmung hat sich wieder etwas erholt! Leider musste ich noch eine zweite sportliche Niederlage einstecken. Nach 156 Tagen täglich Laufen war es gestern soweit: ich konnte meine Meile am 157. Tag nicht laufen. Ich habe es zwar versucht, aber nach 20 Minuten gehen und traben, musste ich feststellen, dass meine Atemnot noch kein Laufen zulässt. Etwas frustriert - aber stolz auf meine Vernunft - habe ich diesen Versuch abgebrochen. Gott sei Dank hat auch mein Ehrgeiz seine Grenze!
Heute Morgen war ich beim Lungen-Facharzt. Zum Glück alles ohne einen auffälligen Befund. Es geht mir auch schon viel besser und ich hoffe ich werde mich schnell wieder erholen. Ich kann es zwar immer noch nicht nachvollziehen, was da los war, aber ich werde es wohl so hinnehmen müssen!
Das Schreiben von den paar Zeilen hat mich eine Menge Zeit gekostet – denn ich bin in Sport besser als in Deutsch – aber es hat mir richtig gut getan. Und ich werde wohl niemanden erzählen müssen, dass der nächste IronMan oder Streak bereits geplant ist!
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LG Ritchy
Montag, 24. Juli 2006
Ein halbes Jahr Training für einen halben Tag Quälerei
Erlebnisbericht von Ritchy
Es ist geschafft, ein weiteres Mal konnte ich den Ironman Germany in Frankfurt a. M. finishen. Für mich blieb die Uhr bei 11:58:01 Stunden stehen. Das ist die schlechteste Zeit meiner bisherigen drei Langdistanzen. Aber für mich persönlich ist es ein ganz großer Sieg gegen mich selbst!
Nachdem in den letzten sechs Monaten meiner Wettkampfvorbereitung alles gut lief und ich voll im Trainingsplan lag, musste ich fünf Wochen vor meinem Hauptwettkampf die schmerzliche Erfahrung machen, dass der Körper einem schnell einen Strich durch die Rechnung machen kann. Ich hatte während der ganzen Vorbereitung versucht, mein Lauftraining etwas mehr in den Vordergrund zu stellen, denn in den Vorjahren war der Marathon als letzte Teildisziplin meiner Ironman-Wettkämpfe der Schwachpunkt gewesen. Mitte Juli, also sechs Wochen vor meiner Langdistanz-Teilnahme, machte ich noch einmal einen Trainingsblock, wobei Laufen den Hauptbestandteil bildete. Zwei lange Trainingsläufe und ein schwerer Ligawettkampf in einer Woche waren dann doch deutlich zu viel für die Beine. Nachdem ich mit großen Schmerzen meinen ersten Ligawettkampf beendete, musste ich am nächsten Tag gleich den Arzt aufsuchen. Die Diagnose war eine schwere Knochenhautentzündung am Schienbein. Dies bedeutete vorerst kein Lauftraining und selbst meine Lieblingsdisziplin Radfahren war nur noch eingeschränkt möglich. Für mich ein Supergau. Genau jetzt wären noch ein paar gute Trainingseinheiten wichtig gewesen. Arztbesuche, entzündungshemmende Medikamente, Salbenverbände sowie kühlende Kompressen gehörten nun anstelle meiner Trainingseinheiten zum Tagesablauf. Die verbleibende Zeit bis zum Wettkampf verging nun plötzlich wie im Flug. Meine zwei Versuche nur 100 Meter zu laufen scheiterten kläglich. Das Radfahren ging letztlich wieder von Woche zu Woche besser und auch bei meiner Schwimmform musste ich kaum Einbußen machen. Fünf Tage vor dem Wettkampf war die Zeit gekommen, noch einen einzigen Testlauf zu machen und eine Entscheidung zu treffen, ob ich in Frankfurt an den Start gehen kann. Der Lauftest verlief ziemlich ernüchternd: zwei mal ein Kilometer mit Gehpause und großen Schmerzen standen am Ende zu Buche. Aber nach langem Überlegen entschied ich mich, in Frankfurt beim Wettkampf zu starten. Ob und wie ich die 226 Kilometer bis ins Ziel am Römerberg kommen sollte, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber das halbe Jahr intensiver Vorbereitung sollte nicht vergebens gewesen sein. Mein Plan lautete nun, mein Bein noch die fünf Tage bis zum Wettkampf zu schonen, bis dahin gut zu regenerieren und den Wettkampf planmäßig durchzuziehen.
Am Wettkampftag fiel um 7:00 Uhr der Startschuss. Voller Anspannung ging ich auf die 3,8 km lange Schwimmstrecke und konnte trotz allgemeinem Neoprenverbot nach 70 Minuten aus dem Wasser steigen. Das war gut und lag im Bereich meiner Möglichkeiten. Nach schlechten sechs Minuten Wechselzeit sollte nun meine Paradedisziplin folgen. Hierbei ist es schwer den Körper nach über einer Stunde waagrechter Schwimmhaltung in die fürs Radfahren senkrechte Haltung zu bringen. Anfangs ist der Gleichgewichtssinn eingeschränkt und man muss erst seinen Rhythmus finden. An diesem Tag hatten wir außerdem noch mit leichten Wetterkapriolen zu kämpfen, es war teilweise sehr windig und fing immer wieder zu regen an. Aus diesen Gründen ging ich die ersten 12 km bis Frankfurt und die erste der zwei 84 km langen Runden etwas ruhiger an. Bei vielen meiner Rivalen kam es in Anbetracht der schlechten Wetterlage zu Stürzen und Defekten am Material. In der zweiten Runde, die uns von Frankfurt bis nach Bad Nauheim und zurück führt, konnte ich durch eine Entspannte Wetterlage etwas mehr in die Pedalen treten und insgesamt nach weniger als 5 Stunden - mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36 km/h - vom Fahrrad steigen. Bei den fast 2400 Teilnehmern reichte das für die 164 beste Zeit Der zweite Wechsel war mit knapp 4 Minuten nicht sehr schnell, aber mir war klar, dass der Wettkampf nun neu begonnen hat und ich viel Zeit und Plätze auf der Laufstrecke liegen ließ. Ich versuchte gleich zu Beginn des Marathons ein paar lockere und vorsichtige Schritte zu laufen, stellte aber schnell fest, dass es so nicht geht. Die Schmerzen waren bereits jetzt zu groß und die langen 42,2 km wären so definitiv nicht zu schaffen gewesen. Also entschloss ich mich für Plan „B“: möglichst locker gehen bis zur Hälfte der Distanz. Dieses sollte ein schwerer Weg werden: natürlich kannten die Zuschauer mein Krankheitsbild nicht und wollten mich gut gemeint immer wieder zum Laufen animieren. Der Name auf der Startnummer machte es ihnen recht leicht, einen der ersten „Geher“ persönlich anzusprechen und anzufeuern. In diesem Augenblick war ich mir nicht ganz schlüssig, was mehr weh tat, die „Richard“-Rufe oder mein Bein?! Ich entschloss mich, dem Spießrutenlauf ein Ende zu machen und meinen Namen zu verdecken. In der nächsten von vier Runden wurde es immer voller und immer mehr Leidensgenossen, die nicht mehr laufen konnten, kamen hinzu. Nach über drei Stunden Gehen begann ich die zweite Hälfte der Strecke mit einem neuen Laufversuch, unterstützt wurde ich hierbei von meinen Freunden und Vereinskollegen Thomas Gayer und Marion Gödde, die selbst erst vor drei Wochen beim Langdistanz Wettkampf in Roht am Start wahren. Ich lief mit „Tom“ los und schaffte es tatsächlich die dritte 10,5 km lange Runde komplett durchzulaufen Die Schmerzen waren erträglich und wurden während des Laufes nicht stärker. In der vierten Runde wurde Thomas von meiner Freundin Marion abgelöst und sie gab mir die Stärke, noch die letzten 10 Kilometer bis zum Zielkanal am Römer zu bewältigen. Auf den letzten paar Kilometern konnte ich die Schmerzen verdrängen und kämpfte noch um eine Zeit unter 12 Stunden.
Mit diesem Bericht möchte ich mich bei allen meinen Freunden bedanken, die an mich geglaubt haben und mir von Zuhause sowie auch direkt an der Strecke die Daumen gedrückt haben. Da es mir am nächsten Tag bereits wieder recht gut ging, bin ich überzeugt die richtige Entscheidung getroffen haben. Frei übersetzt nach Sven Hannawald „Ich mach einfach mein Zeug“.
Es ist geschafft, ein weiteres Mal konnte ich den Ironman Germany in Frankfurt a. M. finishen. Für mich blieb die Uhr bei 11:58:01 Stunden stehen. Das ist die schlechteste Zeit meiner bisherigen drei Langdistanzen. Aber für mich persönlich ist es ein ganz großer Sieg gegen mich selbst!
Nachdem in den letzten sechs Monaten meiner Wettkampfvorbereitung alles gut lief und ich voll im Trainingsplan lag, musste ich fünf Wochen vor meinem Hauptwettkampf die schmerzliche Erfahrung machen, dass der Körper einem schnell einen Strich durch die Rechnung machen kann. Ich hatte während der ganzen Vorbereitung versucht, mein Lauftraining etwas mehr in den Vordergrund zu stellen, denn in den Vorjahren war der Marathon als letzte Teildisziplin meiner Ironman-Wettkämpfe der Schwachpunkt gewesen. Mitte Juli, also sechs Wochen vor meiner Langdistanz-Teilnahme, machte ich noch einmal einen Trainingsblock, wobei Laufen den Hauptbestandteil bildete. Zwei lange Trainingsläufe und ein schwerer Ligawettkampf in einer Woche waren dann doch deutlich zu viel für die Beine. Nachdem ich mit großen Schmerzen meinen ersten Ligawettkampf beendete, musste ich am nächsten Tag gleich den Arzt aufsuchen. Die Diagnose war eine schwere Knochenhautentzündung am Schienbein. Dies bedeutete vorerst kein Lauftraining und selbst meine Lieblingsdisziplin Radfahren war nur noch eingeschränkt möglich. Für mich ein Supergau. Genau jetzt wären noch ein paar gute Trainingseinheiten wichtig gewesen. Arztbesuche, entzündungshemmende Medikamente, Salbenverbände sowie kühlende Kompressen gehörten nun anstelle meiner Trainingseinheiten zum Tagesablauf. Die verbleibende Zeit bis zum Wettkampf verging nun plötzlich wie im Flug. Meine zwei Versuche nur 100 Meter zu laufen scheiterten kläglich. Das Radfahren ging letztlich wieder von Woche zu Woche besser und auch bei meiner Schwimmform musste ich kaum Einbußen machen. Fünf Tage vor dem Wettkampf war die Zeit gekommen, noch einen einzigen Testlauf zu machen und eine Entscheidung zu treffen, ob ich in Frankfurt an den Start gehen kann. Der Lauftest verlief ziemlich ernüchternd: zwei mal ein Kilometer mit Gehpause und großen Schmerzen standen am Ende zu Buche. Aber nach langem Überlegen entschied ich mich, in Frankfurt beim Wettkampf zu starten. Ob und wie ich die 226 Kilometer bis ins Ziel am Römerberg kommen sollte, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber das halbe Jahr intensiver Vorbereitung sollte nicht vergebens gewesen sein. Mein Plan lautete nun, mein Bein noch die fünf Tage bis zum Wettkampf zu schonen, bis dahin gut zu regenerieren und den Wettkampf planmäßig durchzuziehen.
Am Wettkampftag fiel um 7:00 Uhr der Startschuss. Voller Anspannung ging ich auf die 3,8 km lange Schwimmstrecke und konnte trotz allgemeinem Neoprenverbot nach 70 Minuten aus dem Wasser steigen. Das war gut und lag im Bereich meiner Möglichkeiten. Nach schlechten sechs Minuten Wechselzeit sollte nun meine Paradedisziplin folgen. Hierbei ist es schwer den Körper nach über einer Stunde waagrechter Schwimmhaltung in die fürs Radfahren senkrechte Haltung zu bringen. Anfangs ist der Gleichgewichtssinn eingeschränkt und man muss erst seinen Rhythmus finden. An diesem Tag hatten wir außerdem noch mit leichten Wetterkapriolen zu kämpfen, es war teilweise sehr windig und fing immer wieder zu regen an. Aus diesen Gründen ging ich die ersten 12 km bis Frankfurt und die erste der zwei 84 km langen Runden etwas ruhiger an. Bei vielen meiner Rivalen kam es in Anbetracht der schlechten Wetterlage zu Stürzen und Defekten am Material. In der zweiten Runde, die uns von Frankfurt bis nach Bad Nauheim und zurück führt, konnte ich durch eine Entspannte Wetterlage etwas mehr in die Pedalen treten und insgesamt nach weniger als 5 Stunden - mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 36 km/h - vom Fahrrad steigen. Bei den fast 2400 Teilnehmern reichte das für die 164 beste Zeit Der zweite Wechsel war mit knapp 4 Minuten nicht sehr schnell, aber mir war klar, dass der Wettkampf nun neu begonnen hat und ich viel Zeit und Plätze auf der Laufstrecke liegen ließ. Ich versuchte gleich zu Beginn des Marathons ein paar lockere und vorsichtige Schritte zu laufen, stellte aber schnell fest, dass es so nicht geht. Die Schmerzen waren bereits jetzt zu groß und die langen 42,2 km wären so definitiv nicht zu schaffen gewesen. Also entschloss ich mich für Plan „B“: möglichst locker gehen bis zur Hälfte der Distanz. Dieses sollte ein schwerer Weg werden: natürlich kannten die Zuschauer mein Krankheitsbild nicht und wollten mich gut gemeint immer wieder zum Laufen animieren. Der Name auf der Startnummer machte es ihnen recht leicht, einen der ersten „Geher“ persönlich anzusprechen und anzufeuern. In diesem Augenblick war ich mir nicht ganz schlüssig, was mehr weh tat, die „Richard“-Rufe oder mein Bein?! Ich entschloss mich, dem Spießrutenlauf ein Ende zu machen und meinen Namen zu verdecken. In der nächsten von vier Runden wurde es immer voller und immer mehr Leidensgenossen, die nicht mehr laufen konnten, kamen hinzu. Nach über drei Stunden Gehen begann ich die zweite Hälfte der Strecke mit einem neuen Laufversuch, unterstützt wurde ich hierbei von meinen Freunden und Vereinskollegen Thomas Gayer und Marion Gödde, die selbst erst vor drei Wochen beim Langdistanz Wettkampf in Roht am Start wahren. Ich lief mit „Tom“ los und schaffte es tatsächlich die dritte 10,5 km lange Runde komplett durchzulaufen Die Schmerzen waren erträglich und wurden während des Laufes nicht stärker. In der vierten Runde wurde Thomas von meiner Freundin Marion abgelöst und sie gab mir die Stärke, noch die letzten 10 Kilometer bis zum Zielkanal am Römer zu bewältigen. Auf den letzten paar Kilometern konnte ich die Schmerzen verdrängen und kämpfte noch um eine Zeit unter 12 Stunden.
Mit diesem Bericht möchte ich mich bei allen meinen Freunden bedanken, die an mich geglaubt haben und mir von Zuhause sowie auch direkt an der Strecke die Daumen gedrückt haben. Da es mir am nächsten Tag bereits wieder recht gut ging, bin ich überzeugt die richtige Entscheidung getroffen haben. Frei übersetzt nach Sven Hannawald „Ich mach einfach mein Zeug“.
Freitag, 29. Juli 2005
Langdistanz bei den Triathleten der TSG immer beliebter
Eisenmänner Starteten am 04.07.05 in Roth und am 11.06.05 in Frankfurt
Vor vierzehn tagen traf sich im Bayrischen Roth die Nationale und Internationale Weltspitze. Hier zeigte sich Chris McCormeck (Australien) als der große Überflieger. Der Sieger von 2004, konnte am Ende auch in diesem Jahr die deutschen Spitzen Triathleten Alexander Taubert und Timo Bracht (beide MTG Mannheim) mit einer Siegerzeit von 7:58:45 klar distanzieren.
Nicht ganz so schnell, aber genau so achtbar, konnten sich zwei TSG´ler über die 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad fahren und 42,2 km Laufen schlagen. Auf seiner Spezialdisziplin dem Schwimmen (0:54:49) konnte Stephan Leuthner stark vorlegen und durch seine Gleichmäßigkeit beim Radfahren und Laufen seine Position halten. Am Ende kam er hochzufrieden nach 10:49:08 h auf Platz 92 in seiner Altersklasse in Ziel. Etwas ungleichmäßiger verlief der Wettkampf für Uwe Leopold, seine Stärke liegt mehr beim Laufen und er konnte im letzten Drittel des Rennens gefährlich nah zu S. Leuthner aufschließen, musste aber am Ende für sein Lauftempo Tribut zahlen und viel wieder zurück. Mit einer sehr guten Endzeit von 11:04:01 h (117. AK), war auch er mit seinem Langdistanz Debüt zufrieden.
Am letzten kam es dann in Frankfurt zum großen Showdown, beim Ironman Germany wurden die 120 begärten Qualifikationsplätze für die Weltmeisterschaft am 15.10. in Hawaii vergeben. Hier wollte der Sieger von 2003 und 2004 Stefan Holzner den Hattrick schaffen. Die Leistungsdichte im Kampf um die Spitze wurde durch klangvolle Namen wie z.B. Jürgen Zäck, Cameron Brown und Norman Stadler recht deutlich. Aber letzterer machte am Sonntag allen einen Strich durch die Rechnung. Der Weltmeister von 2004 konnte schon beim Radfahren seine stärke zeigen und setzte sich deutlich von seinen Verfolgern ab. Beim Laufen musste er nur noch das Rennen kontrollieren und konnte mit fast 8 Minuten Vorsprung das Rennen in 8:20.05,9 h gewinnen. Bei den Frauen siegte Lisa Bentley (Kanada) mit 9:15.31,2 vor der deutschen Nina Eggert.
Auch bei diesem Event gingen zwei Athleten der TSG an den Start. Pünktlich um 7 Uhr wurden die knapp 2000 Startern durch Hessens Ministerpräsident R. Koch ins Rennen geschickt. Unplanmäßig kam es zu einem kleinen Schlagabtausch zwischen Alexander Wiesel und Richard Gerards. Fast zeitgleich (1:01 h) bewältigten die beiden das 3,8 km lange im Schwimmen im Langener Waldsee. Auf der Radstrecke setzte sich R. Gerards mit einem Stundenmittel von fast 36 km/h über die 180 km ein Stück von seinem Mannschaftskameraden ab. Doch dieser Vorsprung solle nicht lange halten, denn A. Wiesel machte in seiner Paradedisziplin schnell Boden gut und überholte seinen Mitstreiter. Doch gegen Mitte des Marathons merkte auch A. Wiesel die Mittagshitze und musste mit Kreislaufproblemen zwei Pausen Einlegen, in dieser Zeit konnte Gerards noch einmal Wiesel überholen. Nach einem erneuten Zusammenschluss, auf den letzten drei Kilometern des Rennens schlossen die beiden eine Allianz und gingen gemeinsam mit einer Endzeit von 10:55.44,5 über die Ziellinie (106 / 107 AK) .
Vor vierzehn tagen traf sich im Bayrischen Roth die Nationale und Internationale Weltspitze. Hier zeigte sich Chris McCormeck (Australien) als der große Überflieger. Der Sieger von 2004, konnte am Ende auch in diesem Jahr die deutschen Spitzen Triathleten Alexander Taubert und Timo Bracht (beide MTG Mannheim) mit einer Siegerzeit von 7:58:45 klar distanzieren.
Nicht ganz so schnell, aber genau so achtbar, konnten sich zwei TSG´ler über die 3,8 km Schwimmen, 180 km Rad fahren und 42,2 km Laufen schlagen. Auf seiner Spezialdisziplin dem Schwimmen (0:54:49) konnte Stephan Leuthner stark vorlegen und durch seine Gleichmäßigkeit beim Radfahren und Laufen seine Position halten. Am Ende kam er hochzufrieden nach 10:49:08 h auf Platz 92 in seiner Altersklasse in Ziel. Etwas ungleichmäßiger verlief der Wettkampf für Uwe Leopold, seine Stärke liegt mehr beim Laufen und er konnte im letzten Drittel des Rennens gefährlich nah zu S. Leuthner aufschließen, musste aber am Ende für sein Lauftempo Tribut zahlen und viel wieder zurück. Mit einer sehr guten Endzeit von 11:04:01 h (117. AK), war auch er mit seinem Langdistanz Debüt zufrieden.
Am letzten kam es dann in Frankfurt zum großen Showdown, beim Ironman Germany wurden die 120 begärten Qualifikationsplätze für die Weltmeisterschaft am 15.10. in Hawaii vergeben. Hier wollte der Sieger von 2003 und 2004 Stefan Holzner den Hattrick schaffen. Die Leistungsdichte im Kampf um die Spitze wurde durch klangvolle Namen wie z.B. Jürgen Zäck, Cameron Brown und Norman Stadler recht deutlich. Aber letzterer machte am Sonntag allen einen Strich durch die Rechnung. Der Weltmeister von 2004 konnte schon beim Radfahren seine stärke zeigen und setzte sich deutlich von seinen Verfolgern ab. Beim Laufen musste er nur noch das Rennen kontrollieren und konnte mit fast 8 Minuten Vorsprung das Rennen in 8:20.05,9 h gewinnen. Bei den Frauen siegte Lisa Bentley (Kanada) mit 9:15.31,2 vor der deutschen Nina Eggert.
Auch bei diesem Event gingen zwei Athleten der TSG an den Start. Pünktlich um 7 Uhr wurden die knapp 2000 Startern durch Hessens Ministerpräsident R. Koch ins Rennen geschickt. Unplanmäßig kam es zu einem kleinen Schlagabtausch zwischen Alexander Wiesel und Richard Gerards. Fast zeitgleich (1:01 h) bewältigten die beiden das 3,8 km lange im Schwimmen im Langener Waldsee. Auf der Radstrecke setzte sich R. Gerards mit einem Stundenmittel von fast 36 km/h über die 180 km ein Stück von seinem Mannschaftskameraden ab. Doch dieser Vorsprung solle nicht lange halten, denn A. Wiesel machte in seiner Paradedisziplin schnell Boden gut und überholte seinen Mitstreiter. Doch gegen Mitte des Marathons merkte auch A. Wiesel die Mittagshitze und musste mit Kreislaufproblemen zwei Pausen Einlegen, in dieser Zeit konnte Gerards noch einmal Wiesel überholen. Nach einem erneuten Zusammenschluss, auf den letzten drei Kilometern des Rennens schlossen die beiden eine Allianz und gingen gemeinsam mit einer Endzeit von 10:55.44,5 über die Ziellinie (106 / 107 AK) .
Donnerstag, 29. Juli 2004
Sieben Bergsträßer beim "längsten Tag des Jahres"
(AT / Weinheimer-Nachrichten) 2000 Menschen aus 40 Nationen wollten in Frankfurt wieder an ihre Grenzen gehen: Der Ironman Germany Triathlon lockte sieben Bergsträßer in die Mainmetropole. Auch Markus Miltner (Hirschberg), Jürgen Arnold (Hemsbach), Richard Gerards (Laudenbach) sowie die Weinheimer Beate Gärtner, Maria Raether, Micha Wagner und Jens Wolpert wurden um 7.11 Uhr von Hessens Ministerpräsident Roland Koch auf die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke an den Langener Waldsee geschickt.
"Als einer der 26 Profistarter Jan Sibbersen mit einer neuen Weltbestzeit von 42:17 Minuten aus dem Wasser stieg, hatte ich gerade mal zwei Drittel meiner Strecke zurückgelegt", beschreibt Debütant Richard Gerards seine Langstrecken-Premiere, mit der er am Ende sehr zufrieden sein durfte.
1:08,17 Stunden Schwimmen, 5:23,39 Stunden nach den 180 Kilometer langen Rad Fahren und schließlich noch den Marathon in 4:25,56 Stunden bedeuteten nach insgesamt 11:04,19 Stunden den Zieleinlauf bedeuteten für den ehemaligen Radfahrer des Team Bergstraße Platz 131 in der Wertung Männer40. "Das war - auch aufgrund von Magen-Darm-Problemen entlang der Strecke - zwar nicht meine Wunschzeit, aber Aufgeben kam nicht in Frage", hat sich Gerards, der sich mit den TSG 1862-Triathleten, dem Team Bergstraße und beim Lauftreff Hemsbach auf Frankfurt vorbereitet, schon wieder neue Ziele gesteckt. Am 1. August will er in Heidelberg über die Kurzdistanz starten, am 29. August das Heimspiel beim Viernheimer Triathlon nutzen.
Zwei Minuten nach Gerards kam Micha Wagner ins Ziel. Der Weinheimer Radsport-Spezialist wurde von Freundin Maria Raether vom Triathlon-Fieber "angesteckt" und stellte sich erstmals dem Triathlon. "Das ist schon Wahnsinn. Was dem Körper da abverlangt wird, kann man eigentlich gar nicht beschreiben", möchte er seine Premiere nicht missen. 11:06,07 Stunden standen für Wagner als 135. seiner Altersklasse am Ende zu Buche.
Mit ihrer Zeit von 11:04,42 Minuten hat sich Maria Raether als Zweite der Altersklasse F40 hinter Marion Bührmann (Seligenstadt) erneut für Hawaii qualifiziert. "Ich hatte zuvor fünf Wochen Trainingspause und mit einem solch guten Abschneiden gar nicht gerechnet", war die 44-Jährige sehr glücklich über das erneut gelöste Ticket für die Ironman-Teilnahme auf Hawaii. Für die frisch gebackene Senioren-Meisterin der MTG Mannheim steht vor ihrem Start bei der Triathlon Weltmeisterschaft auf der Pazifikinsel am 16. Oktober am 14. August noch die DM in Kulmbach an.
Auch Beate Gärtner (11:43,19 Stunden), die sogar 17. ihrer Altersklasse F35 wurde, Markus Miltner (10:45,19 /144. in M35) und Jürgen Arnold (12:20,55 / 316. in M35) gehörten in Frankfurt zu den "Finishern". lediglich Jens Wolpert musste seinen Wettkampf nach knapp sechs Stunden abbrechen. 56 Minuten hatte er fürs Schwimmen gebraucht, stieg als 150. aus dem Wasser. Auf dem Rad wurde er aber von Muskelkrämpfen und Rückenschmerzen geplagt - da halfen auch die 100000 Fans entlang der Strecke nicht mehr weiter.
"Dass Leute wie Richard Gerards oder Micha Wagner gleich bei ihrer Premiere ins Ziel kamen, ist schon beeindruckend", lobt Maria Raether, die weiß, wovon sie spricht. Schließlich ist die Weinheimerin nicht nur auf Hawaii Dauergast, sondern bereitet in einer Laufschule auch Einsteiger auf den Triathlon vor. Ebenfalls für die WM qualifiziert haben sich die Heidelbergerinnen Sarah Bade, die in der Altersklasse F18 in 10:43,47 Stunden siegte und Katja Schumacher, die bei den Profis der Frauen in 9:20,28 Stunden Zweite hinter der Siegerin Nina Kraft wurde. Die Braunschweigerin lief in einer Fabelzeit von 8:58,37 Stunden ins Ziel. Bei den Männern siegte Stefan Holzner (Bad Reichenhall) in 8:16,35 Stunden. Auch Uwe Widmann (Mannheim) als Fünfter ergatterte in 8:22,49 noch einen der insgesamt 120 Hawaii-Startplätze, die in Frankfurt vergeben wurden.
"Als einer der 26 Profistarter Jan Sibbersen mit einer neuen Weltbestzeit von 42:17 Minuten aus dem Wasser stieg, hatte ich gerade mal zwei Drittel meiner Strecke zurückgelegt", beschreibt Debütant Richard Gerards seine Langstrecken-Premiere, mit der er am Ende sehr zufrieden sein durfte.
1:08,17 Stunden Schwimmen, 5:23,39 Stunden nach den 180 Kilometer langen Rad Fahren und schließlich noch den Marathon in 4:25,56 Stunden bedeuteten nach insgesamt 11:04,19 Stunden den Zieleinlauf bedeuteten für den ehemaligen Radfahrer des Team Bergstraße Platz 131 in der Wertung Männer40. "Das war - auch aufgrund von Magen-Darm-Problemen entlang der Strecke - zwar nicht meine Wunschzeit, aber Aufgeben kam nicht in Frage", hat sich Gerards, der sich mit den TSG 1862-Triathleten, dem Team Bergstraße und beim Lauftreff Hemsbach auf Frankfurt vorbereitet, schon wieder neue Ziele gesteckt. Am 1. August will er in Heidelberg über die Kurzdistanz starten, am 29. August das Heimspiel beim Viernheimer Triathlon nutzen.
Zwei Minuten nach Gerards kam Micha Wagner ins Ziel. Der Weinheimer Radsport-Spezialist wurde von Freundin Maria Raether vom Triathlon-Fieber "angesteckt" und stellte sich erstmals dem Triathlon. "Das ist schon Wahnsinn. Was dem Körper da abverlangt wird, kann man eigentlich gar nicht beschreiben", möchte er seine Premiere nicht missen. 11:06,07 Stunden standen für Wagner als 135. seiner Altersklasse am Ende zu Buche.
Mit ihrer Zeit von 11:04,42 Minuten hat sich Maria Raether als Zweite der Altersklasse F40 hinter Marion Bührmann (Seligenstadt) erneut für Hawaii qualifiziert. "Ich hatte zuvor fünf Wochen Trainingspause und mit einem solch guten Abschneiden gar nicht gerechnet", war die 44-Jährige sehr glücklich über das erneut gelöste Ticket für die Ironman-Teilnahme auf Hawaii. Für die frisch gebackene Senioren-Meisterin der MTG Mannheim steht vor ihrem Start bei der Triathlon Weltmeisterschaft auf der Pazifikinsel am 16. Oktober am 14. August noch die DM in Kulmbach an.
Auch Beate Gärtner (11:43,19 Stunden), die sogar 17. ihrer Altersklasse F35 wurde, Markus Miltner (10:45,19 /144. in M35) und Jürgen Arnold (12:20,55 / 316. in M35) gehörten in Frankfurt zu den "Finishern". lediglich Jens Wolpert musste seinen Wettkampf nach knapp sechs Stunden abbrechen. 56 Minuten hatte er fürs Schwimmen gebraucht, stieg als 150. aus dem Wasser. Auf dem Rad wurde er aber von Muskelkrämpfen und Rückenschmerzen geplagt - da halfen auch die 100000 Fans entlang der Strecke nicht mehr weiter.
"Dass Leute wie Richard Gerards oder Micha Wagner gleich bei ihrer Premiere ins Ziel kamen, ist schon beeindruckend", lobt Maria Raether, die weiß, wovon sie spricht. Schließlich ist die Weinheimerin nicht nur auf Hawaii Dauergast, sondern bereitet in einer Laufschule auch Einsteiger auf den Triathlon vor. Ebenfalls für die WM qualifiziert haben sich die Heidelbergerinnen Sarah Bade, die in der Altersklasse F18 in 10:43,47 Stunden siegte und Katja Schumacher, die bei den Profis der Frauen in 9:20,28 Stunden Zweite hinter der Siegerin Nina Kraft wurde. Die Braunschweigerin lief in einer Fabelzeit von 8:58,37 Stunden ins Ziel. Bei den Männern siegte Stefan Holzner (Bad Reichenhall) in 8:16,35 Stunden. Auch Uwe Widmann (Mannheim) als Fünfter ergatterte in 8:22,49 noch einen der insgesamt 120 Hawaii-Startplätze, die in Frankfurt vergeben wurden.
Sonntag, 11. Juli 2004
Frankfurter IRONMAN „Der längste Tag des Jahres“
So bezeichnet es zumindest der Veranstalter des Opel Ironman Germany-Triathlons.
Eindrücke vom Wettkampf von Richard Gerards. Für mich war es nicht mehr oder weniger als der härteste Wettkampf den ich bisher mitgemacht habe. Als ich im Spätjahr 1999 durch einen Freund zum Radfahren gekommen bin und zwei Jahre später in einer Staffel beim Viernheimer Triathlon als Fahrradfahrer ausgeholfen habe, hatte ich noch nicht erwartet was sich hieraus entwickelt.
Bei dieser kurzen Triathlon Debüt, beschloss ich im folge Jahr in Viernheim, meinen ersten Kurzdistanz Wettkampf alleine zu bestreiten. Seit dieser Zeit habe ich viele große und kleine Rad, Lauf und Triathlonwettkämpfe bestritten. Aber keiner sollte so anstrengend und trainingsintensiv sein wie mein nächstes großes Ziel.
Nach meiner vierten Deutschlandtour Teilnahme für Jedermänner, suche ich für dieses Jahr eine neue große Herausforderung und schaute mir im Juli 03 die Faszination eines Langdistanz Triathlons in Frankfurt live an. Das sollte mein neues Ziel werden und ich hatte jetzt noch ein Jahr Zeit meine Tranig-Vorbereitung auf diesen Tag zu richten.
Am 11.07.04 um 5:00 morgens war es dann soweit. Ich fand mich in mitten der 2000 Athleten, aus vierzig verschiedenen Nationen, am Langener-Waldsee wieder. Laut Zeitplan sollte um 7 Uhr der Startschuss zum 3.Fankfurter-Ironman fallen, aber schon jetzt herrschte hier am Start reges Treiben. Die Sportler richteten sich ihren Platz in der Wechselzone ein, um die Position ihrer Fahrräder, Schuhe, Helme usw. nach dem Schwimmen optimal vorzufinden. Optimal war übrigens auch die Organisation vom Veranstalter, alleine die Anzahl der 3700 Helfer spricht für sich. So sollte dann auch im weiteren Ablauf fast alles Reibungslos laufen.
Mit einer kleinen Verzögerung sollte es dann um 7:11 Uhr losgehen und unter den Augen der ca. 5000 Zuschauer ging es auf die 3,8 km lange Schwimm-Strecke. Als allen voran Jan Sibbersen, einer der 26 Profistarter im Feld, der außerdem mit einer neuen Weltbestzeit von 00:42:17,0 aus dem Wasser stieg, hatte ich erst 2/3 meiner Distanz zurück gelegt. Aber auch ich durfte mich hochzufrieden nach 01: 08:17,3 über den Beifall der vielen Zuschauer freuen.
Nun ging es nach dem Wechsel zu meiner Lieblingsdisziplin, 180 km Radfahren standen auf dem Programm. Die Radstrecke führte zunächst nach Frankfurt zum Mainufer und von hier aus über 2.Runden zum nördlichsten Wendepunkt nach Friedberg. Unter anderem wurden auf dieser Route „die Stimmungshochburgen“ in Bergen-Enkheim, Maintal und Bad-Vilbel, mit ihren leichte bis mittlere Anstiege, sowie deren Pflasterstein Passagen befahren. Mit dem Gedanken im Kopf später noch einen Marathon laufen zu müssen, habe ich versucht etwas verhaltener zu fahren und bin nach 05:23:39,7 in Frankfurt Skyline vom Rad gestiegen.
Um nun die 42,2 km lange Laufstrecke entlang der Mainufer-Promenade zu bewältigen. Die Strecke teile sich mit 4. Wendepunkten entlang beider Uferseiten auf und wurde durch die Unteren-Mainbrüche miteinander verbunden. Diese Runde musste drei mal bewältigt werden und war ebenfalls mit Tausenden von Zuschauern gespickt, die sich das Sportliche Spektakel nicht entgehen ließen. Um mich zu unterstützen waren viele meine Mannschaftskollegen aus der Triathlonabteilung / TSG Weinheim, vom Team Bergstrasse / AC Weinheim, sowie Freunde und Familie angereist. Diese Atmosphäre sorgte bei mir für ein Gänsehautgefühl und spätestens jetzt wusste ich, aufgeben kommt nicht in Frage. Auch wenn bis hier alles nach Plan lief, sollte es letzt endlich nicht meine Wunsch Endzeit werden. Im weiteren Wettkampf bekam ich Margen-Darm-Probleme und musste in mehrer ungewollte Zwischenstops die Toiletten der Firma Dixi Inspizieren. Aber am Ende konnte ich nach einer Laufzeit von 04:25:56,1 die Marathondistanz bewältigen und somit nach 11:04:19,9 Stunden die Ziellinie am Römerberg überschreiten.
Was im Vergleich zur Siegerzeit von Stefan Holzner 08:16:35,2 zwar keine Fabelzeit ist, aber gemäß meiner Devise „Jeder steckt sich seine Ziele selbst“ stand für mich das Finishen im Vordergrund und bei nächsten mal klappt es vielleicht auch unter 11 Std. zu bleiben. Meine weiteren Sportlichen higlihts werden der Kurzdistanz Triathlonwettkämpfe am 01. August in Heidelberg und am 29. August Viernheim, bei dem der Schwimmstart in Hemsbach und der schwere Anstieg mit dem Rad hinauf über Ober-Laudenbach zur Juhöhe, „mein Heimspiel“ werden soll.
Eindrücke vom Wettkampf von Richard Gerards. Für mich war es nicht mehr oder weniger als der härteste Wettkampf den ich bisher mitgemacht habe. Als ich im Spätjahr 1999 durch einen Freund zum Radfahren gekommen bin und zwei Jahre später in einer Staffel beim Viernheimer Triathlon als Fahrradfahrer ausgeholfen habe, hatte ich noch nicht erwartet was sich hieraus entwickelt.
Bei dieser kurzen Triathlon Debüt, beschloss ich im folge Jahr in Viernheim, meinen ersten Kurzdistanz Wettkampf alleine zu bestreiten. Seit dieser Zeit habe ich viele große und kleine Rad, Lauf und Triathlonwettkämpfe bestritten. Aber keiner sollte so anstrengend und trainingsintensiv sein wie mein nächstes großes Ziel.
Nach meiner vierten Deutschlandtour Teilnahme für Jedermänner, suche ich für dieses Jahr eine neue große Herausforderung und schaute mir im Juli 03 die Faszination eines Langdistanz Triathlons in Frankfurt live an. Das sollte mein neues Ziel werden und ich hatte jetzt noch ein Jahr Zeit meine Tranig-Vorbereitung auf diesen Tag zu richten.
Am 11.07.04 um 5:00 morgens war es dann soweit. Ich fand mich in mitten der 2000 Athleten, aus vierzig verschiedenen Nationen, am Langener-Waldsee wieder. Laut Zeitplan sollte um 7 Uhr der Startschuss zum 3.Fankfurter-Ironman fallen, aber schon jetzt herrschte hier am Start reges Treiben. Die Sportler richteten sich ihren Platz in der Wechselzone ein, um die Position ihrer Fahrräder, Schuhe, Helme usw. nach dem Schwimmen optimal vorzufinden. Optimal war übrigens auch die Organisation vom Veranstalter, alleine die Anzahl der 3700 Helfer spricht für sich. So sollte dann auch im weiteren Ablauf fast alles Reibungslos laufen.
Mit einer kleinen Verzögerung sollte es dann um 7:11 Uhr losgehen und unter den Augen der ca. 5000 Zuschauer ging es auf die 3,8 km lange Schwimm-Strecke. Als allen voran Jan Sibbersen, einer der 26 Profistarter im Feld, der außerdem mit einer neuen Weltbestzeit von 00:42:17,0 aus dem Wasser stieg, hatte ich erst 2/3 meiner Distanz zurück gelegt. Aber auch ich durfte mich hochzufrieden nach 01: 08:17,3 über den Beifall der vielen Zuschauer freuen.
Nun ging es nach dem Wechsel zu meiner Lieblingsdisziplin, 180 km Radfahren standen auf dem Programm. Die Radstrecke führte zunächst nach Frankfurt zum Mainufer und von hier aus über 2.Runden zum nördlichsten Wendepunkt nach Friedberg. Unter anderem wurden auf dieser Route „die Stimmungshochburgen“ in Bergen-Enkheim, Maintal und Bad-Vilbel, mit ihren leichte bis mittlere Anstiege, sowie deren Pflasterstein Passagen befahren. Mit dem Gedanken im Kopf später noch einen Marathon laufen zu müssen, habe ich versucht etwas verhaltener zu fahren und bin nach 05:23:39,7 in Frankfurt Skyline vom Rad gestiegen.
Um nun die 42,2 km lange Laufstrecke entlang der Mainufer-Promenade zu bewältigen. Die Strecke teile sich mit 4. Wendepunkten entlang beider Uferseiten auf und wurde durch die Unteren-Mainbrüche miteinander verbunden. Diese Runde musste drei mal bewältigt werden und war ebenfalls mit Tausenden von Zuschauern gespickt, die sich das Sportliche Spektakel nicht entgehen ließen. Um mich zu unterstützen waren viele meine Mannschaftskollegen aus der Triathlonabteilung / TSG Weinheim, vom Team Bergstrasse / AC Weinheim, sowie Freunde und Familie angereist. Diese Atmosphäre sorgte bei mir für ein Gänsehautgefühl und spätestens jetzt wusste ich, aufgeben kommt nicht in Frage. Auch wenn bis hier alles nach Plan lief, sollte es letzt endlich nicht meine Wunsch Endzeit werden. Im weiteren Wettkampf bekam ich Margen-Darm-Probleme und musste in mehrer ungewollte Zwischenstops die Toiletten der Firma Dixi Inspizieren. Aber am Ende konnte ich nach einer Laufzeit von 04:25:56,1 die Marathondistanz bewältigen und somit nach 11:04:19,9 Stunden die Ziellinie am Römerberg überschreiten.
Was im Vergleich zur Siegerzeit von Stefan Holzner 08:16:35,2 zwar keine Fabelzeit ist, aber gemäß meiner Devise „Jeder steckt sich seine Ziele selbst“ stand für mich das Finishen im Vordergrund und bei nächsten mal klappt es vielleicht auch unter 11 Std. zu bleiben. Meine weiteren Sportlichen higlihts werden der Kurzdistanz Triathlonwettkämpfe am 01. August in Heidelberg und am 29. August Viernheim, bei dem der Schwimmstart in Hemsbach und der schwere Anstieg mit dem Rad hinauf über Ober-Laudenbach zur Juhöhe, „mein Heimspiel“ werden soll.
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