Sonntag, 11. Juli 2004

Frankfurter IRONMAN „Der längste Tag des Jahres“

So bezeichnet es zumindest der Veranstalter des Opel Ironman Germany-Triathlons.


Eindrücke vom Wettkampf von Richard Gerards. Für mich war es nicht mehr oder weniger als der härteste Wettkampf den ich bisher mitgemacht habe. Als ich im Spätjahr 1999 durch einen Freund zum Radfahren gekommen bin und zwei Jahre später in einer Staffel beim Viernheimer Triathlon als Fahrradfahrer ausgeholfen habe, hatte ich noch nicht erwartet was sich hieraus entwickelt.
Bei dieser kurzen Triathlon Debüt, beschloss ich im folge Jahr in Viernheim, meinen ersten Kurzdistanz Wettkampf alleine zu bestreiten. Seit dieser Zeit habe ich viele große und kleine Rad, Lauf und Triathlonwettkämpfe bestritten. Aber keiner sollte so anstrengend und trainingsintensiv sein wie mein nächstes großes Ziel.
Nach meiner vierten Deutschlandtour Teilnahme für Jedermänner, suche ich für dieses Jahr eine neue große Herausforderung und schaute mir im Juli 03 die Faszination eines Langdistanz Triathlons in Frankfurt live an. Das sollte mein neues Ziel werden und ich hatte jetzt noch ein Jahr Zeit meine Tranig-Vorbereitung auf diesen Tag zu richten.
Am 11.07.04 um 5:00 morgens war es dann soweit. Ich fand mich in mitten der 2000 Athleten, aus vierzig verschiedenen Nationen, am Langener-Waldsee wieder. Laut Zeitplan sollte um 7 Uhr der Startschuss zum 3.Fankfurter-Ironman fallen, aber schon jetzt herrschte hier am Start reges Treiben. Die Sportler richteten sich ihren Platz in der Wechselzone ein, um die Position ihrer Fahrräder, Schuhe, Helme usw. nach dem Schwimmen optimal vorzufinden. Optimal war übrigens auch die Organisation vom Veranstalter, alleine die Anzahl der 3700 Helfer spricht für sich. So sollte dann auch im weiteren Ablauf fast alles Reibungslos laufen.
Mit einer kleinen Verzögerung sollte es dann um 7:11 Uhr losgehen und unter den Augen der ca. 5000 Zuschauer ging es auf die 3,8 km lange Schwimm-Strecke. Als allen voran Jan Sibbersen, einer der 26 Profistarter im Feld, der außerdem mit einer neuen Weltbestzeit von 00:42:17,0 aus dem Wasser stieg, hatte ich erst 2/3 meiner Distanz zurück gelegt. Aber auch ich durfte mich hochzufrieden nach 01: 08:17,3 über den Beifall der vielen Zuschauer freuen.
Nun ging es nach dem Wechsel zu meiner Lieblingsdisziplin, 180 km Radfahren standen auf dem Programm. Die Radstrecke führte zunächst nach Frankfurt zum Mainufer und von hier aus über 2.Runden zum nördlichsten Wendepunkt nach Friedberg. Unter anderem wurden auf dieser Route „die Stimmungshochburgen“ in Bergen-Enkheim, Maintal und Bad-Vilbel, mit ihren leichte bis mittlere Anstiege, sowie deren Pflasterstein Passagen befahren. Mit dem Gedanken im Kopf später noch einen Marathon laufen zu müssen, habe ich versucht etwas verhaltener zu fahren und bin nach 05:23:39,7 in Frankfurt Skyline vom Rad gestiegen.
Um nun die 42,2 km lange Laufstrecke entlang der Mainufer-Promenade zu bewältigen. Die Strecke teile sich mit 4. Wendepunkten entlang beider Uferseiten auf und wurde durch die Unteren-Mainbrüche miteinander verbunden. Diese Runde musste drei mal bewältigt werden und war ebenfalls mit Tausenden von Zuschauern gespickt, die sich das Sportliche Spektakel nicht entgehen ließen. Um mich zu unterstützen waren viele meine Mannschaftskollegen aus der Triathlonabteilung / TSG Weinheim, vom Team Bergstrasse / AC Weinheim, sowie Freunde und Familie angereist. Diese Atmosphäre sorgte bei mir für ein Gänsehautgefühl und spätestens jetzt wusste ich, aufgeben kommt nicht in Frage. Auch wenn bis hier alles nach Plan lief, sollte es letzt endlich nicht meine Wunsch Endzeit werden. Im weiteren Wettkampf bekam ich Margen-Darm-Probleme und musste in mehrer ungewollte Zwischenstops die Toiletten der Firma Dixi Inspizieren. Aber am Ende konnte ich nach einer Laufzeit von 04:25:56,1 die Marathondistanz bewältigen und somit nach 11:04:19,9 Stunden die Ziellinie am Römerberg überschreiten.
Was im Vergleich zur Siegerzeit von Stefan Holzner 08:16:35,2 zwar keine Fabelzeit ist, aber gemäß meiner Devise „Jeder steckt sich seine Ziele selbst“ stand für mich das Finishen im Vordergrund und bei nächsten mal klappt es vielleicht auch unter 11 Std. zu bleiben. Meine weiteren Sportlichen higlihts werden der Kurzdistanz Triathlonwettkämpfe am 01. August in Heidelberg und am 29. August Viernheim, bei dem der Schwimmstart in Hemsbach und der schwere Anstieg mit dem Rad hinauf über Ober-Laudenbach zur Juhöhe, „mein Heimspiel“ werden soll.

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